article image

Online-Workshop zur beruflichen Weiterbildung in der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung

Der Online-Workshop zur inklusiven frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung, der vom 30. März bis zum 1. April stattfand, war eine äußerst inspirierende Veranstaltung.

Die Lernreise der 108 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begann mit einer einführenden Keynote von Irene Pateraki, der pädagogischen Leiterin von eTwinning. Frau Pateraki konzentrierte sich vor allem auf Beispiele von eTwinning-Projekten, die Vielfalt und Inklusion in frühkindlichen Bildungsumgebungen fördern und bei denen junge Teilnehmende zusammenarbeiten, sich austauschen und dadurch Empathie entwickeln, ihr Selbstvertrauen stärken, sich akzeptiert fühlen und ihre Talente mit anderen Lernenden in Europa und darüber hinaus gemeinsam einsetzen.

An die Einführung schloss sich eine interaktive Keynote von Geraldine Libreau an, politische Referentin für die frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) bei der Europäischen Kommission, die Hindernisse und Empfehlungen für die Einbeziehung von Kindern mit Behinderungen in die FBBE erörterte. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen und sich an einer Diskussion zu beteiligen, die sich auf die Rekrutierung, Ausbildung und Motivation von gut qualifiziertem frühpädagogischem Personal sowie auf die Lehren aus der Pandemie konzentrierte.

Der erste Tag endete mit einer Netzwerkaktivität, bei der die Teilnehmenden verschiedene hypothetische Szenarien vorstellten und mit ihren Gruppenmitgliedern Lösungen erarbeiteten, die die Inklusion in der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung fördern.

Am zweiten Tag stellte Mary Kyriazopoulou, Projektmanagerin bei der European Agency for Special Needs and Inclusive Education, das Projekt „Inclusive Early Childhood Education“ (IECE) vor und wies dabei besonders auf das Tool zur Selbstreflexion hin, das allen FBBE-Fachkräften zur Verfügung steht.

An die Keynote schlossen sich zwei Slots mit jeweils vier Workshops an. Die Workshops deckten Themen wie Mehrsprachigkeit, Methoden der sozialen Eingliederung, Freiräume für Engagement, Übergangsphasen zur Inklusion und vieles mehr ab.

Am letzten Tag stellte Prof. Ides Nicaise, KU Leuven, die Einbeziehung von Kindern aus einkommensschwachen und zugewanderten Familien in die frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung in den Vordergrund. Im Mittelpunkt stand ein EU-weites Forschungsprojekt mit dem Titel CARE, in dem untersucht wurde, wie Eltern die Barrierefreiheit von FBBE einschätzen und in welchem Umfang sie FBBE-Einrichtungen in Anspruch nehmen. Diese Ausführungen waren der Ausgangspunkt für eine anschließende aufschlussreiche Diskussion.

Die Teilnehmenden nutzten anschließend einen weiteren Slot mit fünf Workshops. Der Schwerpunkt dieser Workshops lag auf Best Practices für inklusive Lehrpläne, die sensorische Integration, die Einbeziehung der Eltern und eine ausgeglichene Kindheit.

Zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung stellten drei Teilnehmerinnen – Katarzyna Kaczmarek, Leticia Gil Ramos und Violeta Kumziene – ihre Projekte im Bereich der inklusiven frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung vor und riefen zur Zusammenarbeit zwischen interessierten eTwinning-Lehrkräften und Pädagogen/-innen auf.

Alle unsere Redner waren sich einig, dass Inklusion keine leichte Aufgabe ist. Es handelt sich um einen kontinuierlichen Prozess, bei dem die Lehrkräfte und Pädagogen/-innen den Kindern Raum und Zeit geben sollten, sich zu entfalten und ihre eigene Identität zu entwickeln. Dieser Online-Workshop zur beruflichen Weiterbildung vermittelte den teilnehmenden eTwinnern neue Ideen, Ressourcen und Methoden, die ihnen helfen werden, die ihnen anvertrauten Kinder auf dem schwierigen Weg der Inklusion zu unterstützen.