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Bildung und Demokratie

An der eTwinning-Jahreskonferenz, die am Donnerstag, den 24. Oktober, in Mandelieu-la-Napoule, Frankreich, begann, nahmen Lehrkräfte, Politiker und Experten aus ganz Europa teil, um über die politische Heranbildung der Bürger von morgen zu diskutieren.

Wie wird die Gesellschaft aussehen, in der unsere Kinder morgen leben werden? Wie können sie in vollem Umfang an der Gesellschaft der Zukunft teilhaben? Diese Fragen wurden auf der dreitägigen Konferenz in Mandelieu-la-Napoule, Frankreich, eingehend untersucht und besprochen.

Am ersten Tag versammelten sich mehr als 500 Lehrkräfte, um die Begrüßungsreden von Jean-Marc Merriaux, Leiter der Abteilung für digitale Bildung im französischen Ministerium für Bildung und Jugend, und Sophie Fouace, Regionaldirektorin von Réseau Canopé, zu hören. Beide betonten, dass eTwinning als ein in sich demokratisches Instrument die Schüler nicht nur bei der Entwicklung digitaler Schlüsselqualifikationen für die Zukunft unterstütze, sondern auch grundlegende demokratische Werte fördere und ihnen helfe, diese umzusetzen.

Die Konferenz wurde offiziell von Sophia Eriksson Waterschoot eröffnet, Direktorin für Jugend, Bildung und Erasmus+ bei der Europäischen Kommission. Frau Eriksson Waterschoot erinnerte uns daran, dass Schulen Orte sein müssen, an denen die Schüler für eine aktive Rolle in der Gesellschaft ausgebildet und auf die demokratische Partizipation vorbereitet werden: „Demokratie ist kein Automatismus. Sie funktioniert nur, wenn sich alle einbringen.

Eine Grundsatzrede wurde von Isabel Menezes, Professorin an der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften der Universität Porto, Portugal, gehalten. In ihrer Rede Schulen als Demokratielabore analysierte sie die grundlegende Rolle der Bildung im Hinblick auf eine aktive Bürgerbeteiligung, indem sie herausstellte, dass „Bildung das Schlüsselelement bei der Förderung der politischen Teilhabe“ sei. Isabel Menezes weiter: „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft und müssen die Möglichkeit haben, diese Zukunft zu gestalten.

Nach dieser Grundsatzrede war es an der Zeit, die Gewinner der europäischen Preise 2019 zu feiern.

Kategorie „Alter bis 6 Jahre“ – Gewinner:

Erzählung und Robotik / La robotique au service de la littérature enfantine

Kategorie „Alter 7-11“ – Gewinner:

Die Geschichte einer 1-Euro-Münze

 

Kategorie „Alter 12-15“ – Gewinner:

Die Wahrheit hinter Palmöl

Kategorie „Alter 16-19“ – Gewinner:

In Sight, In Mind

Am zweiten Tag nahmen Lehrkräfte an verschiedenen Workshops teil. Diese wurden unter anderem von Freunden von eTwinning gehalten: Karen Polak vom Anne Frank Haus, Lysiane André von Terre des Hommes, Laurence Bragard vom Haus der europäischen Geschichte, Harri Beobide von Euroclio und viele mehr.

Sie können die PowerPoint-Präsentationen herunterladen und die Beschreibungen der Workshops unserer eTwinning-Freunde und anderer namhafter Experten lesen.

Schließlich gaben eTwinning-Botschafter ihre Best Practices sowie ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen in interaktiven Workshops weiter und halfen den Teilnehmern, neue Unterrichtsformen auszuprobieren. Auch die Preisträger präsentierten ihre Erfolgsrezepte in eigenen Workshops.

Am dritten und letzten Tag der Jahreskonferenz 2019 fand eine interaktive Lernaktivität über Demokratie statt. Die Teilnehmer sollten ihre Ideen vorstellen, ihre Kollegen überzeugen, debattieren, schließlich über die beste Idee abstimmen und so partizipative Demokratie praktizieren.

Auf die Lernaktivität folgte eine Podiumsdiskussion zur Fragestellung „Wie können wir dazu beitragen, dass die Schulsysteme demokratischer werden?“ Bei dieser Diskussion traf die mutige Meinung eines belgischen Schülers, Berkan Alci, auf besonders starke Resonanz. Er sagte: „Wenn Sie Ihren Schülern Eigenverantwortung übertragen, werden Sie feststellen, dass sich auch die weniger engagierten Schüler motivieren lassen.

Lernaktivität auf der eTwinning-Konferenz 2019

Die Abschlussrede hielt Markus Rester, Sektorleiter Online-Bildungsplattformen bei der Europäischen Kommission. In seiner Rede dankte Herr Rester allen Teilnehmern und erinnerte sie daran, dass die Lehrkräfte Europas nun, da die Konferenz zu Ende sei, sicherstellen müssten, dass in den Bildungssystemen stets Demokratie gelehrt und praktiziert wird.