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Zusammenfassender Bericht 2021 – Einbeziehung von eTwinning in nationale Bildungspolitik: Von der Praxis zur Politik

In den letzten 17 Jahren hat sich eTwinning von einer Basisinitiative zu einer aktiven Schul-Community entwickelt, an der seit dem Start mehr als 937.000 Lehrkräfte an über 217.000 Schulen in 43 Ländern beteiligt waren.

Der eTwinning-Bericht 2021 untersucht die Auswirkungen der „Einbeziehung von eTwinning“ in nationale politische Maßnahmen in drei Hauptbereichen: berufliche Weiterbildung und Anerkennung, Lehrplanintegration und innovative Pädagogik. An der Analyse von Qualitätsdaten, die mithilfe von Fokusgruppen in acht Ländern (Finnland, Frankreich, Griechenland, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien und Türkei) gewonnen wurden, beteiligten sich Vertreter/innen der nationalen Bildungsministerien, der National Support Organisations (NSOs), Vertreter/innen von Einrichtungen der Lehrererstausbildung (ITE), Schulleiter/innen und Power-User (eTwinning-Botschafter/innen oder erfahrene eTwinner).

Wesentliche Ergebnisse des Berichts:

  • In die analysierten nationalen politischen Bildungsmaßnahmen und -strategien ist eTwinning in unterschiedlichem Maße einbezogen.
  • Die Ausrichtung von eTwinning auf den Geltungsbereich und/oder den Inhalt nationaler politischer Vorgaben und Lehrpläne ist zwar in vielen Fällen vorhanden, kann aber noch verstärkt werden, um eTwinning besser in die nationalen Systeme einzubinden.
  • eTwinning ist größtenteils auf nationale politische Richtlinien zur beruflichen Weiterbildung von Lehrkräften ausgerichtet und unterstützt deren Umsetzung, insbesondere im Hinblick auf die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts.
  • Wo die Beteiligung von Lehrkräften an eTwinning auf offizieller Ebene anerkannt wird, wird dies möglicherweise entweder formell oder nicht formell mit einer bestimmten Art von Belohnung gewürdigt, z. B. Gehalt, Beförderung, positive informelle Auswirkungen auf die Beurteilung.
  • Die Einführung von eTwinning in die Erstausbildung von Lehrerinnen und Lehrern (Initial Teacher Education, ITE) wird als wichtig betrachtet. Einige ITE-Einrichtungen haben eTwinning bereits in ihre Lehrpläne aufgenommen.
  • Die übergeordneten Ziele von eTwinning sind Teil des nationalen kompetenzbasierten Ansatzes der Lehrpläne und/oder stimmen mit diesen überein.
  • Durch eTwinning werden innovative pädagogische Ansätze eingeführt und vorangetrieben, die die Beteiligung, die Motivation und das Lernverhalten der Schüler/innen fördern, was in allen Ländern zu den wichtigsten Prioritäten gehört.
  • Die internationale Zusammenarbeit von Schülern/-innen, Lehrern/-innen und Schulen, eines der wichtigsten Leistungsmerkmale von eTwinning, ist für alle untersuchten Länder eine Priorität.
  • eTwinning-Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Motivation, die Energie und das Engagement der Schüler/innen erhöhen, auch für andere Schulfächer.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass eTwinning wichtige Fortschritte auf dem Weg zu einem systematischeren Ansatz gemacht hat, der auf nationaler Ebene offiziell anerkannt wird. Dennoch sehen sich die Länder mit Herausforderungen konfrontiert und schlagen weitere Maßnahmen vor, die die Akzeptanz von eTwinning auch auf offizieller Ebene verbessern könnten.

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Eine Zusammenfassung des Berichts finden Sie hier. Der vollständige Bericht wird im Dezember 2021 hier veröffentlicht.