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Internationale Freunde finden! Eine Erfolgsstory aus der Lehrkräfteausbildung

Der Einsatz von Technologien im Bildungsbereich – ein Projekt für Referendarinnen und Referendare

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Eine Gruppe Dozentinnen und Dozenten aus Ausbildungsstätten in Dänemark, Norwegen und Italien haben ein eTwinning-Projekt für Referendarinnen und Referendare ins Leben gerufen. Bei dem Projekt geht es um den Einsatz von Technologien im Bildungsbereich. Das University College Southern Denmark (UC Syd) ist seit kurzem Teil des Netzwerks von Ausbildungsstätten. Englischdozentin Sofia Rontini ist eine der Initiatorinnen des Projekts.

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Seit 2011 ist es auch für Referendarinnen und Referendare in Ausbildungsstätten möglich, mit eTwinning zu arbeiten und die Plattform zu nutzen. In Dänemark beteiligen sich das UC North, UC South und Absalon am Netzwerk, damit Referendarinnen und Referendare schon in der Ausbildung eTwinning aktiv nutzen und in den Unterricht integrieren können.

Das Projekt richtete sich speziell an Referendarinnen und Referendare. Durch die Kooperation bekamen sie Gelegenheit, die Rolle von Technologien in Bildung und Schulalltag zu reflektieren (aufgrund der aktuellen räumlichen Isolation durch COVID-19 und Online-Zusammenarbeit ein besonders relevantes Thema). Als Plattform für die Zusammenarbeit diente eTwinning, wo Wissen, Erfahrungen und Ideen mit anderen Referendarinnen und Referendaren aus Europa ausgetauscht werden konnten. Das Projekt lief von März bis April 2020.

Struktur und Aufgaben des Projekts gaben den Referendarinnen und Referendaren einen Rahmen zur Nutzung der verschiedenen Tools und Möglichkeiten von eTwinning. Die Dozentinnen und Dozenten erstellten das Projekt in eTwinning und erhielten Zugang zu einem TwinSpace (der Hauptseite des Projekts). Hier konnten sich die Referendarinnen und Referendare vorstellen, chatten und Fotos, Texte und Videos hochladen.

Die 85 Referendarinnen und Referendaren wurden in 15 Gruppen mit je 3-4 Personen aus jedem Land eingeteilt.

Danach gestaltete jede Gruppe eine eigene TwinSpace-Seite, wo Antworten und Ergebnisse zu den gemeinsam gelösten Aufgaben präsentiert wurden. Die erste Aufgabe war eine Einführung:

  • Stellt euch vor: Lernt euch gegenseitig kennen und macht euch mit eTwinning vertraut. Sprecht über eure nationalen Gepflogenheiten, besonders im Hinblick auf Schule und Technologien.

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Bei dieser Aufgabe war Kooperation in einem globalen Raum, Kommunikation und gegenseitiges Verstehen gefragt.

Die Referendarinnen und Referendare konnten durch eTwinning ihre mündlichen, interkulturellen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert erweitern. Dies erforderte Kooperation, Kommunikation, kritisches Denken und Kreativität. Jede Gruppe mit Referendarinnen und Referendaren aus Italien, Dänemark und Norwegen musste gemeinsam grenzübergreifend Aufgaben lösen, sich austauschen und Ergebnisse erstellen, die online präsentiert wurden.

Danach bearbeiteten die Gruppe folgende Aufgaben:

  • Eine didaktische Aufgabe zur Erstellung von Unterrichtsplänen unter Verwendung von Technologien.
  • Eine Evaluierungsaufgabe: Wie lassen sich Theorie und Praxis miteinander verknüpfen? Die Ergebnisse sollten mit Hilfe eines digitalen Tools präsentiert werden.

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Das Projekt hat durch eine „Internationalisierung zu Hause“ zu einer internationalen Sicht und Stärkung der interkulturellen Kompetenz beigetragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich (bisher) nur über das Internet begegnen, ein persönliches Treffen könnte der nächste Schritt des eTwinning-Projekts sein.

Alle Referendarinnen und Referendare konnten ein umfangreiches Wissen über eTwinning als Online-Plattform für Zusammenarbeit erwerben. Außerdem konnten sie viel über den Einsatz von Technologien im Bildungsbereich in anderen europäischen Ländern erfahren und ihre eigenen digitalen Kompetenzen erweitern.

Darüber hinaus bot das Projekt sowohl Dozentinnen und Dozenten als auch Referendarinnen und Referendaren ein europäisches Netzwerk (mit künftigen Kolleginnen und Kollegen), das in weiteren eTwinning-Projekten erweitert werden kann. Durch die in der Gruppe gelösten Aufgaben verfügen die Referendarinnen und Referendare nun über berufliche und persönliche Einblicke in europäische Gepflogenheiten, Schulsysteme, Ausbildungsstätten für Lehrkräfte und digitale Unterrichtsmaterialien.

Laut Sofia Rontini vom UC Syd wurde das Projekt im Abschlussfeedback der Beteiligten aus Norwegen, Italien und Dänemark als voller Erfolg bewertet. Die Referendarinnen und Referendare konnten persönlich von dem Projekt profitieren, ihre mündlichen, interkulturellen und didaktischen Kompetenzen erweitert und gemeinsam überlegen, wie das Erarbeitete auf den Unterrichtskontext übertragen werden kann. Das eTwinning-Projekt bot den Referendarinnen und Referendaren eine ausgezeichnete Möglichkeit, Theorie und Praxis auf authentische und sinnvolle Art miteinander zu verknüpfen. Einige Referendarinnen und Referendare haben sich dazu entschieden, eTwinning in ihre Abschlussarbeit einzubeziehen. Für die Schülerinnen und Schüler wird die Begegnung mit neuen Lehrkräften, die auch engagierte eTwinner sind, sicherlich eine spannende Bereicherung.

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Verfasserin: Lisbeth Kodal, eTwinning-Botschafterin