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eTwinning-Freunde: Terre des Hommes

Das internationale Kinderhilfswerk Terre des Hommes, das sich für die Rechte von Kindern, gleiche Entwicklungsbedingungen und gegen Diskriminierung aufgrund von Rasse, Religion, politischer Überzeugung, Kultur oder Geschlecht einsetzt, ist ein Freund von eTwinning.

Der Name „Terre des Hommes“, den der Gründer Edmund Kaiser für die Organisation wählte, geht auf das gleichnamige autobiografische Buch von Antoine de Saint-Exupery zurück. In „Terre des Hommes“ spricht der Autor mehrere Schlüsselkonzepte an: die Verantwortung jedes Einzelnen zur Schaffung einer besseren Welt, die Notwendigkeit, zusammenzuarbeiten und das Potential jedes Kindes, großartige Talente auszubilden, wenn es behütet aufwächst und geliebt wird.

Die vorrangige Mission von Terre des Hommes ist es, sicherzustellen, dass Kinderrechte umgesetzt werden und Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, Gesellschaften, Strukturen und Einstellungen aktiv mitzugestalten.

Terre des Hommes‘ Anliegen kommen direkt aus dem Leben und der Weltsicht von Kindern und ihren Gemeinschaften, deren Menschenrechte verletzt wurden.

„Jedem Kind eine Kindheit. Jedem Jugendlichen Stärke. Jeder Gemeinschaft Engagement.“

In all diesen Jahren haben TDH und eTwinning eine starke Beziehung der Zusammenarbeit aufgebaut. Die Organisation war aktiv an der eTwinning-Jahreskonferenz 2017 in Malta, der eTwinning-Jahreskonferenz 2018 in Polen und der eTwinning-ahreskonferenz 2019 in Frankreich beteiligt. Sie führte den Workshop „Gute Regierungsführung und partizipative Demokratie“ durch. In dem Workshop wurden Methoden vorgestellt, um junge Menschen für bürgerschaftliches Engagement zu sensibilisieren und sie an Entscheidungsprozessen zu beteiligen.

eTwinning und Terre des Hommes haben viele Gemeinsamkeiten, insbesondere im Jahr des Klimawandels und der ökologischen Herausforderungen. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, in einem sicheren Umfeld aufzuwachsen, Zugang zu guter Bildung zu haben, ein gesundes Leben zu leben und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Darüber hinaus befassen sich nun sowohl eTwinning als auch Terre des Hommes mit der Covid-19-Krise und bieten in ihrem jeweiligen Kompetenzbereich Unterstützung. In einem historischen Augenblick wie diesem ist es noch schwieriger als sonst, die konkrete Einhaltung von Kinderrechten zu garantieren.

Kinder und Familien aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen weltweit können sich selbst weniger gut vor Covid-19 schützen. Zu viele sind gezwungen, unter unangemessenen Bedingungen zu leben, und jeder dritte Mensch weltweit hat nicht die Möglichkeit, sich zu Hause die Hände zu waschen. In den am wenigsten entwickelten Ländern trifft dies sogar auf drei Viertel der Menschen zu. Kinder finden es unter Umständen immer schwieriger, zu Schule zu gehen oder ihre Beschulung während der Krise zu Hause fortzusetzen. TDH arbeitet daran, seine Leistungen an die neue Realität anzupassen und Kindern und Jugendlichen so viel Unterstützung wie möglich zukommen zu lassen.

Terre des Hommes hat auch die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Europa fortgesetzt. In der Lombardei in Italien hat die Organisation eine kostenlose Hotline eingerichtet, über die Psycholog/innen Ärzt/innen beraten, die während der Pandemie mit gefährdeten Familien arbeiten. Die Organisation hat außerdem einen Leitfaden über die Förderung der psychischen Gesundheit und die Vermeidung von Stress während der Quarantäne herausgegeben, der in sechs Sprachen erhältlich ist.

Auch in diesen schwierigen Tagen sind und bleiben die Rechte und die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unsere Priorität. Die längerfristigen Auswirkungen dieser Krise für sie sind noch nicht absehbar. Wir stehen auf jeden Fall mit all unserer Kraft bereit, um sie zu unterstützen, zu schützen und zu stärken.

In den mehr als 50 Jahren seines Bestehens hat TDH hunderttausende Kinder dabei unterstützt, ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben auszuüben. Sie haben Gesundheitsversorgung, Bildung, Lebensgrundlagen und Schutz vor Missbrauch, Ausbeutung und Gewalt erhalten. Die Organisation hat sich stets für die Förderung der Menschenrechte, positive Veränderungen und das Konzept eines Kindes als Mensch, dessen Würde zu wahren ist, eingesetzt.