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eTwinning trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel

Zwischen dem NATO-Gipfel in Brüssel und der Bundeskabinettssitzung in Berlin war die Bundeskanzlerin am Dienstag, den 15. Juni 2021, virtuell zu Gast am eTwinning-Gymnasium Sanitz.

Anlass war der EU-Projekttag an Schulen, bei dem aktuelle europapolitische Themen mit Schülerinnen und Schülern diskutiert werden.

Warum hat sich die Kanzlerin für das eTwinning-Gymnasium Sanitz entschieden?

Rebecca Radant, eine erfahrene eTwinning-Lehrerin, erklärt dies so:

„Seit 2016 nehmen wir an Erasmus+ Projekten teil, organisieren Schüleraustausche mit unserer spanischen Partnerschule Centro Ramiro Izquierdo in Castellón de la Plana und führen eTwinning-Projekte durch.“

Der erste Teil des virtuellen Besuchs wurde öffentlich übertragen. Die Bundeskanzlerin wurde von der Schulleiterin Frau Dr. Schulz, Frau Radant, Herrn Ciupka und einem Vertreter der Schüler/innen begrüßt.

Nach einem kurzen Einführungsvideo begann das Gespräch mit der Vorstellung der folgenden Projekte:

  • Das Podcasting-Projekt Listen to my radio: Breaking news!, an dem Schulen aus Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Finnland und der Türkei beteiligt waren. Das Projekt gewann in diesem Schuljahr den 1. Deutschen eTwinning-Preis und belegte außerdem in der von der Europäischen Kommission geförderten Alterskategorie 16 bis 19 Jahre den zweiten Platz.
  • Im Rahmen des Projekts The world at your FinGertips – learning with and from each other traten Schüler der 11. Klasse mit ihren finnischen Partnern in Kontakt, um sich während des Schuljahrs 2020-2021 auszutauschen.
  • Das Erasmus+ Projekt „#globalgoalsambassadors – European Teenagers Fighting for a Better Future“ zur Auseinandersetzung mit den „nachhaltigen Entwicklungszielen“ der UN und deren Umsetzung in Schule und Gesellschaft

Auf der Podiumsdiskussion antwortete Kanzlerin Merkel auf die Frage, was sie sich für Europa wünsche:

„Ich wünsche mir, dass die Menschen zusammenkommen und sich verstehen und dass Europa eine starke Stimme in der Welt hat und auch in der Forschung und Entwicklung an der Spitze steht. Politisch können wir zwar viel tun, aber das hat nicht solch einen Wert, wie wenn Menschen sich treffen und zusammenkommen.“

Kanzlerin Merkel wollte genau wissen, wie die eTwinning-Projekte funktionieren und welchen Nutzen sie für Lehrer/innen und Schüler/innen haben. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit großem Eifer und Engagement an dem Gespräch. Während des Treffens hatten sie die Möglichkeit zum Meinungsaustausch. Interessante Ansichten wurden geäußert:

„Das Projekt war eine tolle Abwechslung zu unserem normalen Unterricht. Wir hatten die Möglichkeit, unsere Spanischkenntnisse anzuwenden, einzuüben und zu verbessern. Außerdem hat es mich sehr interessiert, wie Schülerinnen und Schüler aus anderen europäischen Nationen ihren Alltag erleben.“

„Anhand verschiedener Themen, z. B. welche Feste und Traditionen in den einzelnen Ländern gefeiert bzw. gepflegt werden oder was sich die Schüler/innen der Partnerschulen für ihre Zukunft vorstellen, haben wir viel über die unterschiedlichen Kulturen und den Alltag der anderen europäischen Nationen gelernt.“

„Das war eine einzigartige Gelegenheit und die Chance, mit Gleichaltrigen außerhalb unserer Schule bzw. unseres Landes in Kontakt zu kommen. So konnten wir nicht nur neue Kontakte knüpfen, sondern auch die verschiedenen Länder aus einer anderen Perspektive kennenlernen.“

„Am meisten Spaß hat es gemacht, neue Leute kennenzulernen, insbesondere Menschen, die in anderen Ländern aufgewachsen sind und mit denen man ohne das Projekt vielleicht nie gesprochen hätte oder in Kontakt gekommen wäre. Zu erfahren, wie sie leben, was ihre Ansichten zu bestimmten Themen sind bzw. was wir gemeinsam haben und was unsere Unterschiede sind, hat meinen Horizont erweitert.“

„Ich habe gelernt, Europa bewusster als Gemeinschaft und Einheit wahrzunehmen. Über das eigene Land hinaus mit anderen Menschen in der EU gemeinsam an etwas zu arbeiten, hat mir gezeigt, dass man dieses Bündnis mit seinen verschiedenen Kulturen, Bewohnern und umfangreichen Facetten viel intensiver nutzen kann und dann entstehen auch solche Projekte.“

Der virtuelle Besuch war ein großer Erfolg und ein wichtiges Treffen für das Schulpersonal und die Schüler/innen des eTwinning-Gymnasiums Sanitz.

Frau Radant sagte: „Sie war unglaublich ruhig und natürlich und die Gelassenheit, die sie ausstrahlte, übertrug sich auf alle Teilnehmenden. Die Schülerinnen und Schüler fanden sie angenehm, interessiert und aufgeschlossen.“