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eTwinning in Zeiten der Schulschließungen – Erfahrungen aus der Slowakei und Polen

Lehrkräfte in der Slowakei und Polen haben eigene Wege für den Umgang mit der Covid-19-Krise durch die Nutzung von eTwinning gefunden. Hier berichten sie von ihren Erfahrungen.

Der Alltag für Lehrkräfte unterscheidet sich sehr stark von der Zeit, bevor Covid-19 in unser Leben getreten ist. Die Lehrkräfte arbeiten von zu Hause aus, wo sie Materialien für ihre Schüler/innen erarbeiten. Wenn die Schüler/innen Probleme mit ihren Aufgaben haben, rufen sie ihre Lehrkräfte an, die darauf vorbereitet sind, das Thema schriftlich (Chat) oder in einer Videokonferenz zu erklären. Lehrkräfte, die Erfahrung mit eTwinning haben, haben es leichter, Probleme und Herausforderungen zu meistern und eine positive Wirkung zu erzielen.

Lehrkräfte wie Katarína Hvizdová, eTwinnerin mit 13 Jahren Erfahrung, die davon berichtet, wie sich ihre Realität verändert hat:

Meine Tage als Lehrerin und Mutter sind jetzt ganz anders. Ich muss mich in derselben Umgebung um meine Familie und meine Schüler/innen kümmern. Ich muss jeden Tag kochen und Haushalt und Unterricht gleichzeitig meistern. Aber wir versuchen, es uns schön zu machen und jede Minute des Tages zu genießen. Wir spielen Spiele zusammen, reden viel und haben Zeit für Dinge, die in der Vergangenheit oft zu kurz kamen. Wir bleiben immer positiv.

Eine andere Lehrerin, Kamila Bažíková, die seit 22 Jahren an einer berufsbildenden weiterführenden Schule tätig ist, berichtet:

Dank eTwinning bin ich flexibel und habe Erfahrung mit der Arbeit online. In allen Klassenstufen außer der ersten habe ich Gruppen, die bereits an eTwinning-Projekten gearbeitet haben – und deshalb jetzt keine Schwierigkeiten haben, weiterzulernen. Meine Schüler/innen wissen, wie das Internet funktioniert und wie man mit Online-Tools arbeitet. Diese Schüler/innen sind eigenständig, verantwortungsbewusst (sie halten sich an Zeitvorgaben) und sehr kreativ. Einige von ihnen präsentieren sogar eigene kreative Ideen.

slovak project

Ich nutze Tools, und die Schüler/innen haben innerhalb von eTwinning gelernt, zu lernen. Eine Gruppe Schüler/innen trifft sich im TwinSpace – da kombiniere ich Projektarbeit mit Schulbuchthemen. Wir arbeiten weiterhin an einem internationalen Projekt zum Thema Klima, Unser Klima – unsere Welt, und zusammen mit den Italiener/innen und Pol/innen haben wir eine Internetseite zum Online-Lernen eingerichtet, um Links zu teilen und Arbeiten vorzustellen.

Nur ein paar Kilometer weiter, in Polen, haben die Lehrkräfte die gleichen Probleme, die nicht nur ihren slowakischen Nachbarn, sondern der Mehrheit der an eTwinning beteiligten Länder das Leben derzeit schwer machen.

Anna Dziubek, eine polnische Lehrerin aus Breslau mit 14 Jahren Erfahrung, hat uns ihr Projekt beschrieben:

Das Projekt Faszinierende Berufe basiert auf den Beobachtungen und Interessen der Kinder. Kinder sind sehr interessiert an arbeitenden Menschen, die sie in ihrem Alltag treffen. Besonders spannend finden sie Menschen, die uns helfen (Ärzt/innen, Polizist/innen, Feuerwehrleute usw.). Vorschüler/innen imitieren sie häufig spontan im Rollenspiel. Die Kinder zeigen auch Interesse, wenn sie auf ihren Wegen durch die Stadt eine Briefträgerin oder einen Bäcker treffen. Das Projekt gibt den Partnern die Möglichkeit, praktische Erfahrung zu sammeln und Berufe wie Feuerwehrfrau oder Schriftsteller kennenzulernen. Die Partner berichten sich gegenseitig von ihren Erfahrungen und lassen sich an ihrem Wissen teilhaben.

Das Projekt gibt den Kindern auf attraktive Art und Weise Möglichkeiten, ihre Interessen und ihre Umwelt zu entdecken. Die Vorschüler/innen entwickeln ihre Kooperationsfähigkeiten in ihrer Vorschulgruppe ebenso wie mit ihren Projektpartnern. Die Kinder teilen ihre Projekterfahrungen begeistert mit den Partnern. Derzeit läuft das Projekt online. Ich habe Online-Puzzles auf der Seite „Games online“ erstellt. Wir teilen Spiele zum Projektthema „Faszinierende Berufe“ über LearningApps.org und Genial.ly. Ich habe die Vorschüler/innen auch ermutigt, zu Maler/innen zu werden und verrückte Bilder mit Bomomo zu erstellen. Ich nutze auch die Kompetenzen, die ich in früheren Online-Kursen erworben habe und bereite Online-Aktivitäten für die Familien vor. Darüber hinaus habe ich ein Padlet für die Kinder eingerichtet, so dass sie ihre Arbeitem hinzufügen und teilen können.