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Warum Nachhaltigkeit jetzt? Sustainability Education Network Service eTwinning. SENSE-Gruppe.

Seit Längerem hören und lesen wir in verschiedenen Medien das Wort Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Bildung.

Als die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Brundtland-Kommission (UN) 1987 im Bericht Our Common Future den Begriff der nachhaltigen Entwicklung prägte, ahnte sie nicht, welche Bedeutung und Tragweite dieser Begriff mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) später haben würde. Diese markierten einen historischer Meilenstein, der den Zustand und die Situation des Planeten aufgrund der übermäßigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, der sozialen Ungleichheiten und des Verlusts der biologischen Vielfalt verdeutlichte.

Aber was hat das nun mit Bildung zu tun? Was versteht man unter nachhaltiger Bildung? Halten wir uns doch einmal vor Augen, dass unsere Schülerinnen und Schüler in einigen Jahren Bürger/innen sein werden, die Verantwortung tragen und von denen zahlreiche Entscheidungen abhängen werden. Die Inhalte und Fähigkeiten, die sie in der Schule gelernt und erworben haben, werden für ein Handeln unter Berücksichtigung universeller Nachhaltigkeitsprinzipien von wesentlicher Bedeutung sein, z. B. soziale Gerechtigkeit, Bionik, Vorbeugung, Vorsorge, Partizipation und Zugang zu Informationen, gemeinsame Verantwortung und Wiederherstellung bei Schäden.

Warum dann nicht Nachhaltigkeitskompetenz zusätzlich zu den übrigen Schlüsselkompetenzen einführen? Dieser neue bereichsübergreifende Ansatz als Rückgrat von Projekten würde die Entwicklung aktiver und partizipatorischer Methoden und folglich ein sinnvolles, reflektiertes und kritisches Lernen zum Nutzen und zur Motivation der Bildungsgemeinschaft und der Gesellschaft ermöglichen.

Und damit kommen wir zu SENSE, der eTwinning-Gruppe zur Nachhaltigkeit, die sich durch kollaboratives Arbeiten, Erfahrungsaustausch und gemeinsames Lernen auszeichnet.

SENSE hat sich seit 2015 kontinuierlich weiterentwickelt, nicht nur, um Informationen zu den verschiedenen Verordnungen der UN, UNESCO und der Europäischen Kommission zu bieten, sondern auch um Fortbildungen durchzuführen – zu den SDGs und deren Umsetzung in Schulen anhand von realen Modellen, zu den SDGs in der Kunst, dem Verlust der biologischen Vielfalt und seinem Zusammenhang mit der Pandemie, dem Klimawandel, der Bedeutung der Suche nach guten Informationsquellen usw.

Das ganze Jahr über ermöglicht SENSE mit den eTwinning-Wochen und anderen großartigen eTwinning-Aktionen in Zusammenarbeit mit Öko-Schulen, Netzwerken für Nachhaltigkeit und Universitäten interessante, informative und innovative Begegnungen und organisiert zwei große jährliche Veranstaltungen am Tag der Erde und am Weltumwelttag. Darüber hinaus arbeitet die SENSE-Gruppe in diesem Jahr 2021 im Rahmen des Europäischen Grünen Deals mit der Europäischen Kommission zusammen, um sich über die Herausforderungen der Nachhaltigkeitsbildung zu informieren, mit dem Ziel, sinnvolle Projekte zu entwickeln.

An den dreitägigen Workshops im Juni waren Experten/-innen wie Fernando Valladares (CSIC), Deirdre Hodson (Europäische Kommission), Laura González (ASPEA), Lucía Vázquez (SDGs und Kunst) und Marvic Refalo (Öko-Schulen) beteiligt. Die eTwinner hatten die Möglichkeit, über Chats und Pinnwände sowie TeachMeet teilzunehmen, einem Tool zum Austausch unter Kollegen/-innen, das die Motivation der Teilnehmenden zusätzlich erhöhte. Mehr als einmal erwiesen sich die Treffen als so erfolgreich, dass die Anwesenheit der Expertinnen und Experten gar nicht mehr nötig gewesen wäre.

 Aktivitäten

Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Initiativen, Projekte und Kampagnen in der Gruppe vorzustellen.

SENSE-Gruppe. Macht Sinn!