article image

eTwinning und seine Freunde: Das Anne Frank Haus

Anne Franks Tagebuch war und ist für Menschen auf der ganzen Welt eine Inspirationsquelle. Es ist für die heutige Generation sehr wichtig, ihr Leben zu kennen und aus der Vergangenheit zu lernen.

Das Anne Frank Haus ist ein aktiver Freund von eTwinning. Am 3. Mai 1957 wurde eine unabhängige gemeinnützige Organisation gegründet, die ein Museum in dem Haus betreibt, in dem sich Anne Frank während des Zweiten Weltkriegs versteckte, um der Verfolgung der Juden zu entgehen. Das Hauptziel der Organisation ist die Erhaltung des Versteckes von Anne Frank, damit es aufgesucht werden kann und Annes bedeutende Lebensgeschichte der weltweiten Öffentlichkeit bewusst bleibt.

Im Anne Frank Haus werden über Anne Frank, den Zweiten Weltkrieg, den Holocaust, Antisemitismus, Vorurteile und viele weitere wichtige Themen Unterrichtsmaterialien erstellt und Workshops durchgeführt. Das Material richtet sich an junge Menschen und Fachkräfte.

Das Online-Tool Stories that Move ist eine kostenlose Ressource – eine interaktive Website mit fünf Lernpfaden, die jungen Menschen hilft, die Auswirkungen von Hassrede, Ausgrenzung und Diskriminierung zu untersuchen. Die Jugendlichen sollen dadurch dazu gebracht werden, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und neue Perspektiven zu entwickeln. Darüber hinaus bietet es den Lehrkräften einen sicheren Bereich für schwierige Diskussionen. Durch die persönlichen Erfahrungen anderer junger Menschen werden die Lernenden herausgefordert, über ihre eigenen Reaktionen auf Ungleichheit und Hass nachzudenken.

Das Anne Frank Haus und eTwinning arbeiten seit einigen Monaten eng zusammen. Stories that Move wurde in mehreren eTwinning-Online-Seminaren eingesetzt, z. B.: Über Diversität und Diskriminierung diskutieren – Verwendung des Online-Tools „Stories that Move“ im Rahmen der Frühjahrskampagne 2019 und während der eTwinning-Jahreskonferenz 2019: Wo Bildung und Demokratie zusammentreffen, die im Oktober in Mandelieu-la-Napoule stattfand.

Während des Workshops auf der eTwinning-Jahreskonferenz besprachen die Teilnehmer, wie Pädagogen optische Denkansätze und Blended Learning für einen integrativen Unterricht nutzen können, in dem die Meinungen aller Schüler bezüglich Vielfalt und Diskriminierung Gehör finden. Karen Polak, Projektleiterin im Anne Frank Haus, leitete die Diskussion und wurde während der Konferenz auch interviewt:

Wenn es Lehrkräfte ihren Schülern ermöglichen, miteinander zu diskutieren und Ideen auszutauschen, ist dies der Einstieg in eine Kultur des Zuhörens, Miteinanderredens und Teilens, die in der Demokratie so wichtig ist. Das ist entscheidend, denn wenn der Austausch nicht in den Schulen stattfindet, warum sollte er außerhalb der Schulen stattfinden? (Karen Polak)