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Kommissarin Mariya Gabriel besucht das Haus der Europäischen Geschichte

Für die Bekämpfung von Desinformation ist ein mehrdimensionaler Ansatz erforderlich, der die Transparenz von Online-Nachrichten, den Pluralismus und die Unabhängigkeit der Medien sowie die Entwicklung von Instrumenten zur Überprüfung der Inhalte umfasst.

Mariya Gabriel, die EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Bildung, Kultur und Jugend, besuchte am 29. Juni 2021 das Haus der Europäischen Geschichte, um sich die Ausstellung Fake For Real, A History of Forgery and Falsification (Eine Geschichte der Fälschungen) anzusehen.

Die Ausstellung zeigt eine fast 2000 Jahre zurückreichende Geschichte der Fälschung – mit dem Ziel, heute das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie leicht und gefährlich es ist, Menschen hinters Licht zu führen.

eTwinning kämpft seit seiner Gründung im Jahr 2005 gegen Täuschung. Im Jahr 2020, dem Jahr der Coronapandemie, wurde jedoch deutlich, dass Desinformationen nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Schüler/innen eine große Schwierigkeit darstellen.

Kommissarin Gabriel sagte über die Ausstellung:

„Sie ist sehr wichtig, weil wir hier sehen können, dass manchmal auch in unserer Geschichte Tatsachen falsch dargestellt wurden und immer noch werden. Was mir an der Ausstellung sehr gut gefällt, ist die interaktive Art der Wissensvermittlung, zum Beispiel in spielerischer Form für Kinder. Wir wissen, dass dies eine Möglichkeit ist, Menschen anzusprechen und ihre Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken. Es wird hier deutlich, wie wichtig es ist, einerseits Lehren aus der Geschichte zu ziehen, und andererseits der jüngeren Generation – der nächsten Generation – innovative und interaktive Bildungsangebote zu machen.“

Nach dem Ende ihres Besuchs traf sich Kommissarin Gabriel mit einer Kontaktperson der zentralen eTwinning-Koordinierungsstelle. Zur Frage, welche Rolle die Lehrkräfte und eTwinning – die Online-Community von Lehrkräften in Europa – dabei spielen, den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Kompetenzen zur Bekämpfung von Desinformation zu vermitteln, erklärte Kommissarin Mariya Gabriel:

„Den Lehrerinnen und Lehrern kommt hier eine entscheidende Rolle zu, denn sie sind diejenigen, die unseren jungen Menschen wirklich beibringen können, was kritisches Denken bedeutet und wie man fundierte Entscheidungen trifft. Auch Lehrkräfte müssen noch verschiedene Kompetenzen erwerben und auf Ressourcen zugreifen – deshalb ist eTwinning so wichtig. Einerseits können Lehrkräfte bewährte Beispiele aus der Praxis austauschen, haben Zugang zu Online-Material und können sich über innovative pädagogische Methoden informieren und andererseits ist dies der beste Weg, um unsere jungen Leute wirklich anzusprechen und ihnen Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Es liegt dann an ihnen, informierte Entscheidungen zu treffen, und das ist sehr, sehr ermutigend. Deshalb zähle ich sehr auf eTwinning.“