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Klimawandel und ökologische Herausforderungen: das eTwinning-Jahresthema 2020 zu Hause

Viele Lehrkräfte interessieren sich sehr für Covid-19 und haben sich von der gegenwärtigen Situation für ihre Unterrichtsmethoden inspirieren lassen. Wir freuen uns aber auch, berichten zu können, dass das eTwinning-Jahresthema ebenfalls nach wie vor Inspiration für Aktivitäten und Projekte ist.

Rita Neves aus Portugal erklärt, wie sie ihre Schüler/innen virtuell unterstützt und wie sie ihnen hilft, zu Hause über den Klimawandel und seine Auswirkungen nachzudenken.

Rita Neves ist Lehrerin an der Agrupamento de Escolas Anselmo de Andrade in Almada, einer Stadt an der portugiesischen Westküste, mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung.

Rita

eTwinning hat die Unterrichtsmethoden an meiner Schule verbessert und erweitert. Es wurden innovative pädagogische Methoden und IKT-Tools eingeführt, die das Lernen dynamischer und für die Schüler/innen sinnvoller gemacht haben. Wissensaustausch und eine Zunahme der kooperativen Arbeit in interdisziplinären Teams haben die Qualität und den Erfolg des Lehr- und Lernprozesses für die Schüler/innen verbessert.

Meine Schüler/innen waren im Unterricht aktiver und haben ihre interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen verbessert, was sich positiv auf ihre schulischen Ergebnisse ausgewirkt hat.

Außerdem haben die eTwinning-Projekte einen Beitrag zum Aufbau von für das 21. Jahrhundert wichtigen Fähigkeiten wie Eigenständigkeit, kritisches Denken, bürgerschaftliches Engagement und Kreativität geleistet.

Während der Schulschließungen haben die Lehrkräfte ihre Schüler/innen aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten und sie gebeten, verschiedene Aktivitäten durchzuführen. Die Situation der Schulschließungen, des Lernens zu Hause und der sozialen Isolation ist für die Schüler/innen nervenaufreibend.

Dank unseres eTwinning-Projekts haben wir in unserem TwinSpace Lernaktivitäten entwickelt. So konnten die Schüler/innen ihre sprachlichen und interkulturellen/zwischenmenschlichen Fähigkeiten in der internationalen Zusammenarbeit verbessern und mit Anderen in Kontakt bleiben.

Die Schüler/innen waren eingeladen, sich zwei Mal pro Woche zu Chat-Sitzungen („Treffen gegen das Coronavirus“) zu beteiligen, um sich in dieser Zeit zu unterstützen. Sie waren in diesen Sitzungen sehr aktiv, berichteten ihren Kamerad/innen von ihren Ansichten und Bedenken und lernten sie im Gespräch darüber, wie sie während der sozialen Isolation ihre Zeit verbringen, besser kennen.

Vor dem Hintergrund des aktuellen eTwinning-Jahresthemas habe ich beschlossen, meine Schüler/innen aufzufordern, über die ökologischen Auswirkungen und die geringere Luftverschmutzung während des Lockdowns nachzudenken.

Als Aufwärmübung habe ich sie gebeten, die Satellitenbilder der Erde vor und nach der Covid-19-Pandemie zu vergleichen, ihren ökologischen Fußabdruck zu berechnen, die Ergebnisse zu vergleichen und darüber nachzudenken, wie sich ihr Fußabdruck verkleinern ließe.

Anschließend mussten die Schüler/innen eine Tabelle mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels ausfüllen. Dazu gehörte, dass sie ökologische Probleme auflisten und dann im Diskussionsforum Lösungen für diese Probleme vorstellen. Die letzte Aktivität war die Erstellung eines Posters für den Tag der Erde 2020.

Rita ist nicht allein. Viele portugiesische Lehrkräfte erinnern ihre Schüler/innen daran, die Bedeutung des Klimawandels und der ökologischen Herausforderungen nicht zu vergessen.

Samuel Branco, seit 23 Jahren Lehrer, setzte seine Projekte zu den Themen Klimawandel, Recycling und Robotik mit seinen Schüler/innen fort.

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In einer der Partnerschaften muss unsere Schule nach robotikgestützten Lösungen für sauberere Meere suchen. Während des Lockdowns hatten die Schüler/innen die folgende Hausaufgabe: Sie sollten die wichtigsten Ursachen für die Meeresverschmutzung recherchieren, sich ein Spiel überlegen, mit dem man für das Thema sensibilisieren kann, einen Flyer entwerfen und Videos auswählen, mit denen sich ein Bewusstsein für die Verschmutzung der Meere schaffen lässt. Dank eTwinning konnten die Schüler/innen ihre Informationen mit ihren europäischen Kolleg/innen austauschen. So verstanden sie, wie die Kultur und die Gewohnheiten eines Landes zu unterschiedlichen Strategien führen können.

Ana Cristina Figueiredo, Lehrerin mit 22 Jahren Erfahrung, verhalf ihrem eTwinning-Projekt zu neuer Bedeutung, weil sie endlich ganz verstand, was es bedeutet, Teil einer miteinander vernetzten Welt zu sein.

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Unser diesjähriges Projekt heißt ‚Global für eine nachhaltige Welt‘. Als wir uns für dieses Thema entschieden haben, konnten wir nicht wissen, dass „global“ demnächst eine ganz andere und noch wichtigere Bedeutung bekommen würde. eTwinning hilft uns, mit dem Rest der Welt in Kontakt zu bleiben und zeigt, dass die Dinge auch in herausfordernden Situationen im Fluss bleiben und wir diese Pandemie überwinden, weiter zusammenarbeiten und in Zukunft noch besser zusammenleben werden.

Estefânia Pires, Lehrerin mit 24 Jahren Unterrichtserfahrung, motivierte ihre Schüler/innen mit einem Projekt zum Thema Meeresschutz.

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Innerhalb des eTwinning-Projekts ‚Go Fish‘ haben wir eine Story zum Thema Müll und seine Auswirkungen auf die Ökosysteme des Meeres gemacht. Es gab eine Zoom-Videokonferenz mit Wissenschaftler/innen des SEMARE-Forschungszentrums der Universität Coimbra. Während der ersten Projektphase erarbeiten die Schüler/innen zusammen mit ihren Familien etwas zu Meerestieren. Außerdem erzählen sie in sozialen Chats, was sie während der Quarantäne so machen.

Um Ihre Unterrichtspraxis in Zeiten der Kontaktbeschränkungen weiterzuentwickeln, können Sie am kostenlosen Online-Kurs „Addressing the Climate Crisis in Your Classroom“ teilnehmen. Dieser Kurs wird sie dabei unterstützen, wissenschaftliche Nachweise für den Klimawandel besser zu verstehen und sie im Unterricht durch innovative Projekte und Aktivitäten nutzbar zu machen.

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