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Jahrestagung 2020 – Schulklassen in Aktion – Dem Klimawandel mit eTwinning begegnen

Die eTwinning-Jahrestagung 2020 brachte (online) einige der brillantesten und enthusiastischsten Lehrkräfte, Politiker/innen und Expert/innen aus ganz Europa zusammen. Sie befassten sich mit dem Thema des Klimawandels und seiner ökologischen Herausforderungen für die Bildung.

Vielen Dank an eTwinning und seine Community für die unglaubliche Resilienz in dieser Krise. (Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend)

Was tun eTwinner/innen in einem Jahr voller Widrigkeiten und Schwierigkeiten? Sie bleiben bei der Stange und bringen ihren Schüler/innen, den Erwachsenen von morgen, weiter bei, nachhaltig zu leben und dem Klimawandel und anderen ökologischen Herausforderungen zu begegnen.

 Die eTwinning-Jahrestagung lief in diesem Jahr ganz anders ab als erwartet. Aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten außergewöhnlichen Umstände gab es keine andere Möglichkeit, als die eTwinning-Jahreskonferenz in eine reine Online-Veranstaltung umzuwandeln. 

Der Konferenzauftakt war niemand anderem gewidmet als den pionierhaften Lehrkräften, die mit den Europäischen eTwinning-Preisen ausgezeichnet wurden. An der Europäischen Preisverleihung am 22. Oktober nahmen fast 600 Lehrkräfte aus ganz Europa live teil und feierten die 53 für ihre erfolgreichen Projekte ausgezeichneten Lehrkräfte. Die Videos der siegreichen Projekte wurden zum ersten Mal gezeigt, und die ausgezeichneten Lehrkräfte hatten die Chance, sich mit den zugeschalteten Mitgliedern der Europäischen Kommission auszutauschen.

  • Das siegreiche Projekt Das große Krabbeln wurde von Florence Mondin (Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur) ausgezeichnet. 
  • Das siegreiche Projekt Wunderland  wurde von Markus Rester (Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur, Europäische Kommission) ausgezeichnet. 
  • Das siegreiche Projekt EU've got mail  wurde von Sophie Beernaerts (Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur, Europäische Kommission) ausgezeichnet. 
  • Und das siegreiche Projekt Robo-code  schließlich wurde von Michael Teutsch (Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur, Europäische Kommission) ausgezeichnet. 

Sie können sich alle Videos unten ansehen.

Am Tag nach der Preisverleihung, dem 23. Oktober 2020, eröffnete Mariya Gabriel, Europäische Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, die Jahrestagung offiziell.
 
Kommissarin Gabriel sprach von der Wichtigkeit „gemeinsamer Anstrengungen“ für die Meisterung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Covid-19. Die Pandemie hat sich in bisher unbekanntem Ausmaß auf die Bildungssysteme ausgewirkt, aber die eTwinning-Gemeinschaft hat sofort reagiert.

„Wir haben viel daraus gelernt, auch, wie wichtig das Gemeinschaftsgefühl tatsächlich ist. Von Beginn der Pandemie an waren die eTwinner/innen besser darauf vorbereitet als andere, den Unterricht online abzuhalten, sich gegenseitig zu helfen, Anregungen zu geben und aufzumuntern.“

Kommissarin Gabriel beendete ihre Rede mit dem Hinweis, dass: „die Europäische Kommission weiterhin genau hinhören wird, was die Schüler/innen und Lehrkräfte brauchen, und mit den Vertreter/innen der Ministerien in den Mitgliedstaaten daran arbeiten wird, eTwinning noch stärker in den nationalen Systemen zu verankern.“ 

Die Eröffnungsrede und Einführung in den EU-Klimapakt hielt Clara De La Torre, stellvertretende Generaldirektorin, Generaldirektion Klimapolitik, Europäische Kommission. In ihrer Rede gratulierte sie der gesamten eTwinning-Gemeinschaft zu der hervorragenden Arbeit während der Pandemie und betonte die Schlüsselrolle von eTwinning für den Aufbau eines Bewusstseins für den Klimawandel und die Vorbereitung von Lehrkräften und jungen Menschen auf eine herausfordernde Zukunft.

Im weiteren Verlauf ihrer Rede stellte sie den europäischen Grünen Deal und den Europäischen Klimapakt vor, der im Dezember als Teil der EU-Strategie eingeführt werden soll, und sagte:

„Auch bei der Bekämpfung des Klimawandels müssen wir den Übergang zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Gesellschaft schaffen, die niemanden zurücklässt und den Bedenken aller Rechnung trägt. Das wollen wir mit dem Grünen Deal erreichen, und zu diesem Übergang muss jeder beitragen!“

Außerdem lud sie die eTwinning-Gemeinschaft ein, ab Dezember 2020 eine aktive Rolle im EU-Klimapakt zu übernehmen.

Den EinführungsvortragUnterricht in der Pandemie – Gibt es noch Raum für projektbasiertes Lernen?“ hielt Koen Timmers, Finalist für den Global Teacher Prize 2017 & 2018 und Gründungsbotschafter von ‚Teach Sustainable Development Goals‘.

 Was ist der Zweck von Bildung?  Er forderte die Lehrkräfte auf, stets daran zu denken, dass es „bei Bildung nicht um das Unterrichten, sondern um das Lernen geht, nicht um die Lehrkräfte, sondern immer um die Schüler/innen!“ Im weiteren Verlauf seiner Rede stellte er verschiedene praktische Ansätze vor und präsentierte einige der von Schüler/innen aus aller Welt im Rahmen des Climate Action Project durchgeführten Aktivitäten.

Nach dem Auftaktvortrag war es Zeit für die Workshops, die interaktive Lernaktivität und die kreativen Pausen, welche die Teilnehmer/innen zwei Tage lang bei der Stange hielten.

Vier Sessions mit insgesamt mehr als 40 Workshops wurden von den Mitgliedern der eTwinning-Gemeinschaft und anderen Expert/innen im Laufe der zwei Tage angeboten. Bemerkenswert war der Workshop „Unser Planet, unsere Zukunft – den Klimawandel gemeinsam bekämpfen“ von Alessandra Pertot und Louisa Kelly (Generaldirektion Klimapolitik der Europäischen Kommission).

Wie schon in den vergangenen Jahren bot das Netzwerk der eTwinning-Freunde den Konferenzteilnehmer/innen Workshops von hoher Qualität an. Dazu gehörtern neben vielen anderen Malgorzata Luszczek von Eco-Schools, Karen Polak vom Anne Frank Haus, Isabel Crespo von der Europeana Foundation, Noëlle Billon von Scientix, Steven Stegers von Euroclio und Marie Cucurella von Peace Jam.

Während der gesamten Konferenz hatten die Teilnehmer/innen im Rahmen einer interaktiven Lernaktivität die Gelegenheit, Teil des kreativen eTwinning-Redaktionsteams zu sein und eine Veröffentlichung zum Thema Klimawandel mitzugestalten. Die Teilnehmer/innen fungierten als Herausgeber/innen, Redakteur/innen und Illustrator/innen und arbeiteten gemeinsam und begeistert an der Online-Zeitschrift mit.

Hier können Sie die finale Version der Zeitschrift lesen.

Am letzten Konferenztag sprachen die Verantwortlichen von fünf erfolgreichen eTwinning-Projekten (Despoina Tsifetaki aus Griechenland, Loredana Popa aus Rumänien, Murièle Dejaune aus Frankreich und Aneta Wilk aus Polen) über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, um alle eTwinner/innen mit Interesse an einem solchen Abenteuer zu inspirieren und motivieren.

 Den Abschlussvortrag hielt Dr. Markus Rester, Abteilungsleiter Online-Bildungsplattformen, GD EAC, Europäische Kommission. Dr. Rester dankte allen Teilnehmer/innen und erinnerte daran, wie wichtig es ist, Teil einer Gemeinschaft wie eTwinning zu sein, insbesondere in diesen Zeiten, in denen die gegenseitige Unterstützung eine Notwendigkeit und wechselseitige Verantwortung ist. 

„Wir leben in schwierigen Zeiten. Es ist nicht einfach, aber dank eTwinning können wir uns weiterhin gegenseitig unterstützen, Hoffnung geben und die Kontinuität unseres Handelns sicherstellen.“

  Sie sind herzlich eingeladen, sich Folgendes anzusehen: 
- die Aufzeichnung der Verleihung der Europäischen eTwinning-Preise 
- die Aufzeichnung des ersten Tages