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eTwinning-Jahreskonferenz in Malta 2017: Inklusion praktisch umsetzen

Über 750 engagierte eTwinner versammelten sich letzte Woche auf der eTwinning-Jahreskonferenz in Malta und bewiesen ohne Zweifel, dass Inklusion ein Fest ist!

In einer Welt, in der Freundschaft wertvoll ist, haben eTwinning-Lehrkräfte, -Schulleiter und -Pädagogen aus ganz Europa gezeigt und untersucht, wie wichtig es ist, Freundschaften zu schließen und Allianzen zu bilden. 

Am ersten Tag eröffnete Rodrigo Ballester, ein Mitglied des Kabinetts des Kommissars für Bildung, Jugend, Kultur und Sport Tibor Navracsics, das Plenum, indem er die Konferenzteilnehmer begrüßte und sie daran erinnerte, dass sie die Hauptakteure bei eTwinning sind. Herr Ballester fügte noch hinzu:

eTwinning muss wachsen. Wir haben zwar bereits 500.000 Mitglieder, aber wir sollten uns damit nicht zufriedengeben!

Mark Penfold, am Babington College, Leicester, zuständig für ethnische Minderheiten, hielt eine inspirierende und emotionale Grundsatzrede über das Thema „Die Bedeutung, Philosophie und Praxis von Inklusion im digitalen Zeitalter“.
Mark Penfold erinnerte uns in einfachen und prägnanten Worten an das Offensichtliche:

Wenn man einen Zitronenbaum und einen Feigenbaum auf die gleiche Art behandelt, tragen sie keine Früchte. Machen Sie sich auf die Suche nach der richtigen Methode für jede einzelne Pflanze!

Herr Penfold erläuterte, die Lehrkräfte müssten verstehen, dass es bei Inklusion nicht darum geht, jeden gleich zu behandeln, sondern jedem dieselben Chancen zu geben. Er bat die Lehrkräfte und Politiker darum, Inklusion nicht länger mit Integration zu verwechseln, und betonte, dass Inklusion Veränderungen mit sich bringt und sich dabei langfristig alle anpassen müssen.

Nach dieser beeindruckenden Grundsatzrede widmeten sich die eTwinner dem Dinner anlässlich der Preisverleihung. Der Raum war voller glücklicher und zufriedener Gesichter. Die Projekte brachten Schüler aus ganz Europa zusammen, die ein besseres Verständnis von Inklusion anstreben.

Während der Konferenz wurde der Hashtag #eTconf auf Twitter viral und erreichte 3.353.620 Nutzer, wodurch die Vorteile von eTwinning in ganz Europa und darüber hinaus verbreitet wurden.

Am zweiten Tag besuchten die Teilnehmer 52 Workshops von erfahrenen Lehrkräften und Ausbildern zu verschiedenen Themen in Bezug auf Inklusion, wie soziales und emotionales Lernen, dezentrale Technologien, Förderung interkultureller Kompetenz im Klassenzimmer sowie Gleichberechtigung und Vielfalt in der Bildung. Sie können die PowerPoint-Präsentationen hier herunterladen.

Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, Vorträge von Vertretern einer Vielzahl von Organisationen anzuhören, u. a. der Europäischen Kommission, COFACE, Terre des Hommes, Eco-Schools, Euroclio, Peace Jam, Science in Schools sowie den nationalen eTwinning-Koordinierungsstellen.
Weitere Informationen über die Workshops und die Referenten finden Sie in unserem Blog „eTwinning Annual Conference – Malta 2017“.

Am dritten und letzten Tag der Konferenz kamen die Teilnehmer zur Abschlussveranstaltung zusammen. Evarist Bartolo, Minister für Bildung und Beschäftigung auf Malta, eröffnete die Versammlung mit Ausführungen, die jedermann im Raum stark beeindruckten. Herr Bartolo sprach über die Notwendigkeit, echte inklusive Methoden zu finden und nicht prätentiöse „Patentlösungen“, und forderte dazu auf, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte über kulturelle Werte und die Religion zu stellen.

Während der Podiumsdiskussion hörten die Teilnehmer nicht nur den Podiumsgästen zu, sondern brachten ihre Meinung bei Live-Abstimmungen auch aktiv ein. Auf die abschließende Frage „Wie kann Inklusion zurück in der Schule praktisch umgesetzt werden?“ wurden zahlreiche Antworten genannt, am häufigsten Empathie, Zusammenarbeit und Verständnis. Die Mehrzahl der Stimmen entfiel jedoch auf eTwinning, vielleicht weil es letztendlich alles oben Genannte verkörpert.