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Geschichteunterricht mit authentischer Note
Projektarbeit und virtueller Austausch mit ausländischen Lernenden führte zu Exkursionen

Für Peter Leitl, Geschichtelehrer am Schigymnasium Stams in Österreich, ist eLearning schon längst kein Fremdwort mehr. So war es für ihn selbstverständlich, die Zusammenarbeit über eTwinning in seinen normalen Geschichteunterricht einfließen zu lassen.

Irische Partnerschule

Das Projektthema lautet „The History of Ireland from the Beginning to the Present“, und Peter Leitl suchte also eine irische Partnerschule. Er stellte einen Projektentwurf in den Twinfinder und erhielt rasch eine Antwort von der Second Presentation School aus Wexford in Irland. Die beiden Schulen gingen eine Partnerschaft auf dem eTwinning-Portal ein, und die Arbeit begann sowohl im Klassenzimmer als auch online, wobei die Schülerinnen und Schüler aus beiden Schulen eingebunden waren.

Kommunikation zwischen den Lernenden

Bevor das Projekt den Schülerinnen und Schülern vorgestellt wurde, beschlossen Peter Leitl und sein irischer Kollege John McCormack, dass die Kommunikation zwischen den Lernenden hauptsächlich via e-mail funktionieren solle. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass simultane Kommunikation ebenfalls erforderlich war, und die Schülerinnen und Schüler begannen daher über Skype online zu kommunizieren.
Die Lernenden tauschten Informationen über Orte aus, die von Bedeutung für die irische Geschichte sind. Sie arbeiteten entweder in Kleingruppen oder einzeln über die Grenzen hinweg, und da die Zusammenarbeit gut funktionierte, wurde das Projekt um Exkursionen erweitert, bei denen die Schülerinnen und Schüler sich auch treffen konnten. Bei der Vorbereitung dieser Exkursionen informierten die österreichischen Schüler ihre Kolleginnen in Irland über spezielle Themen der irischen Geschichte, die sie behandelten, und die irischen Schülerinnen organisierten eine Besichtigungstour in Dublin, bei der diese Themen vorkamen. Im Gegenzug werden die österreichischen Schüler im Oktober einen Tag über „Orte, die in Tirol mit dem Nationalsozialismus verbunden sind“ organisieren, an dem die irischen Schülerinnen unter anderem ein Konzentrationslager besuchen werden.

Vorteile

Die Schülerinnen und Schüler haben in vielfältiger Weise von der Zusammenarbeit mit ihren ausländischen Kolleginnen und Kollegen profitiert. Sie haben zum Beispiel mit den Menschen aus ihrem Ort über die im Unterricht behandelten Themen gesprochen, bekamen einen Überblick über europäische Geschichte, führten Projektarbeit durch und haben ihr eigenes Geschichtsbild anhand der Geschichte eines anderen Landes überprüft. Die österreichischen Schüler haben auch ihre Englischkenntnisse verbessert.

Das Interview wurde mit Peter Leitl auf englisch (doc) geführt.

Web Editor: Anne Schultz Pinstrup
veröffentlicht : 06/06/2005
Letzte Änderung : 22/11/2006
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