 |
eTwinning und Fremdsprachenunterricht |
 |
Erfahren Sie, wie eTwinning zwei Lehrerinnen aus Belgien und Italien dabei half, Sprachunterricht auf natürliche und angenehme Weise zu gestalten. |
 |
Ria de Wilde, Belgien und Marina Marino, Italien, unterrichten beide Französisch als Fremdsprache und integrieren eTwinning in ihren Unterricht. Im Moment arbeiten sie gemeinsam an zwei eTwinning Projekten:
Diese Projekte möchten belgische und italienische SekundarschülerInnen miteinander in Kontakt bringen und ihnen dabei helfen, eine Fremdsprache in einer authentischen Situation einzusetzen. Die LehrerInnen setzen häufig Werkzeuge wie Wikis, Podcasting und Blogs ein und verwenden den TwinSpace, um alle Projektmaterialien und Links zu sammeln.
INTERVIEW
Lassen Sie uns diese beiden enthusiastischen LehrerInnen kennenlernen und mehr über ihre eTwinning Methode erfahren. Hier finden Sie ein Interview mit Ria und im eTwinning Blog für LehrerInnen (auf Französisch) können Sie mehr über Marinas eTwinning Methode nachlesen.
Wie haben Sie sich kennengelernt? Wie wussten Sie, dass Sie die richtige Partnerin getroffen haben? Marina und ich haben uns während der eTwinning Konferenz 2006 in Linz kennen gelernt. Wir haben uns eingehend unterhalten und merkten, dass wir SchülerInnen im gleichen Alter unterrichten und eine ähnliche Einstellung zu IKT-Projekten haben. In Linz tauschten wir unsere E-Mail Adressen und Informationen über unsere Schulen aus. Nach der Konferenz kontaktierte ich Marina und fragte sie, ob sie noch immer an einer Zusammenarbeit interessiert sei und mit mir gemeinsam ein Projekt starten möchte. Sie ist eine sehr enthusiastische Person und deshalb hat die Kooperation auch von Beginn an gut funktioniert.
Wie haben Sie sich auf die Themen und die Durchführung der Projekte geeinigt? Wir standen in regelmäßigem Skype Kontakt. Manchmal schlage ich ein Thema vor, manchmal Marina. Wir versuchen Themen zu bearbeiten, mit denen wir auch im Regelunterricht beschäftigt sind. eTwinning ermöglicht Interaktion, sodass die SchülerInnen zusätzliche Aspekte des ausgewählten Themas erfahren können.
Sie haben bereits vor Ihrer Zusammenarbeit eTwinning Projekte durchgeführt. Sind Sie der Meinung, dass sich Ihre Projekte verbessert haben? Was haben Sie aus Ihrer eTwinning Erfahrung gelernt? Auf jeden Fall haben sich unsere eTwinning Projekte verbessert. Zu Beginn ging es lediglich um den Austausch von Informationen. Die SchülerInnen jedes Landes beschrieben Aktivitäten in ihrem Land und die Partner konnten diese Berichte nur lesen und nichts Weiteres damit anfangen. Langsam aber sicher merkten wir, dass es pädagogisch interessanter ist, Interaktion anzubieten. Aus diesem Grund suchten wir nach Aktivitäten, im Rahmen derer die SchülerInnen zusammenarbeiten können.
Weshalb basieren Ihre Projekte auf dem intensiven Einsatz von IKT Werkzeugen wie Blogs, Wikis oder Podcasting? Wie helfen Ihnen diese Werkzeuge im Fremdsprachenunterricht? Wenn SchülerInnen eine Fremdsprache lernen, müssen sie sich sehr intensiv mit der Grammatik und den Vokabeln auseinandersetzen. Doch das ist noch nicht genug. Zu Übungszwecken und zur Verbesserung der Lese-, Schreib-, Sprech- und Hörfertigkeiten kann man IKT-Werkzeuge einsetzen, die mündliche und schriftliche Kommunikation ermöglichen. Die SchülerInnen kommunizieren in einer realen Situation mit europäischen KollegInnen und können niemals ihre Muttersprache einsetzen.
Wie beeinflusst die Arbeit mit einer ausländischen Klasse Ihren Unterricht? Die Unterrichtsstunden sind dynamischer. Die Erfahrung der realen Kommunikation wirkt sich sowohl auf die SchülerInnen als auch auf die LehrerInnen positiv aus. Manchmal unterschätzen wir LehrerInnen die Rolle, die wir im Leben der Jugendlichen spielen. Wir haben die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern und sie zu jungen EuropäerInnen zu erziehen!
Hat Ihnen Ihre eTwinning Erfahrung in anderen Schulprojekten geholfen? In unserer Schule möchten wir ein Comeniusprojekt mit dem Titel "Die Suche nach dem europäischen Gral" starten. Um unsere SchülerInnen dazu zu motivieren, werden wir das Projekt in Form eines Spiels konzipieren. Hauptziel dieses Projekts ist der Ausbau internationaler Kooperationen und der Aufbau weiterer europäischer Partnerschaften. Teamwork innerhalb der Schule aber auch zwischen den Partnern aus Polen, Norwegen und Bulgarien wird dabei eine große Rolle spielen. Wir haben uns bei verschiedenen eTwinning Workshops zur professionellen Weiterbildung und bei der eTwinning Konferenz 2006 in Linz getroffen. Unsere eTwinning Erfahrung setzen wir vor allem für die Werkzeuge ein, denn wir möchten Wikis und Podcasting Software verwenden. Darüber hinaus werden wir unser Projekt auch bei eTwinning registrieren und die Werkzeuge der Plattform nutzen.
Wie gefällt Ihren SchülerInnen eTwinning? Den SchülerInnen gefällt die Art des Lernens. Sie haben das Gefühl, nicht besonders hart arbeiten zu müssen; trotzdem sind sie ständig beschäftigt und setzen die Fremdsprache ganz natürlich ein. Sie verbessern ihre Sprachkompetenz sowie ihre IKT-Fertigkeiten.
Nur eine hypothetische Frage: Was würden Sie am meisten vermissen, wenn Sie eTwinning nicht mehr in Ihrem Unterricht einsetzen könnten? Ich denke das Unterrichten würde für mich langweilig werden. Ich kann mir einen Unterricht ohne eTwinning nicht mehr vorstellen. Im Moment ist das eTwinning Projekt der wichtigste Teil meines Unterrichts. Es ist eine große Herausforderung mit einem europäischen Kollegen/einer europäischen Kollegin zusammenzuarbeiten und neue Unterrichtsmethoden für den Fremdsprachenunterricht zu entwickeln. Ich würde diese Kontakte und diese neuen Impulse in meiner täglichen Arbeit vermissen.
 |
Web Editor: |
Christina Crawley |
 |
 |
 |
 |
veröffentlicht : |
21/05/2007 |
 |
 |
 |
 |
Letzte Änderung : |
24/08/2007 |
 |
 |
 |
|