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Wie sage ich "Danke"?
Interkulturelle Unterschiede sind nicht nur eine Frage der Sprache. Selbst wenn man eine Fremdsprache spricht, gibt es viele kulturelle Fallen, die die Kommunikation erschweren.

Unterrichtsfächer: fächerübergreifend

Altersgruppe: 9-11

Level: einfach

Dauer: 3 Monate

Einleitung: Interkulturelle Unterschiede sind nicht nur eine Frage der Sprache. Selbst wenn man eine Fremdsprache spricht, gibt es viele kulturelle Fallen, die die Kommunikation erschweren. Zur Kommunikation verwenden wir nicht nur Worte. Wir können unsere Freude mit einem Lächeln und unseren Ärger mit finsteren Blicken ausdrücken. Wir heben die Augenbrauen, wenn wir überrascht sind und Gleichgültigkeit zeigen wir durch Zucken unserer Schultern. Tatsächlich gibt es verschiedenste Körperbewegungen und Gesten, die wir ständig verwenden, ohne dass wir uns dessen vielleicht bewusst sind. Diese Art des Ausdrucks nennt man Körpersprache.

Einige dieser nonverbalen Ausdrucksformen sind jedoch nicht auf der ganzen Welt einheitlich. Ein Türke wird seinen Kopf heben und mit der Zunge schnalzen, wenn er "nein" meint, doch das Zunicken bedeutet in vielen anderen Kulturen "ja". Den Daumen nach oben strecken bedeutet in vielen Kulturen "alles ok", doch in manchen Kulturen ist dies eine obszöne Geste. Sogar das Lachen, das fast überall akzeptiert ist, bedeutet in manchen Kulturen Verlegenheit.
Ziel dieses Kits ist es, PrimarschülerInnen einzuladen, so viele Beispiele an nonverbaler Kommunikation zu sammeln (in der Klasse, am Spielplatz, zu Hause, oder im Internet) wie möglich. Diese Beispiele sind die Basis verschiedenster Übungen in der Klasse und werden mit anderen Klassen im Rahmen des Projekts verglichen und ausgetauscht. Das Ergebnis des Projekts soll es sein, sich auf allgemein akzeptierte Gesten zu einigen, die "Danke" und "Entschuldigung" ausdrücken.

IKT Werkzeuge: Digitalkamera, Chateinrichtungen

Pädagogischer Nutzen: SchülerInnen sollen mit Bedeutungsunterschieden vertraut gemacht werden, die bei interkultureller Kommunikation auftreten können. Darüber hinaus verbessern sie ihre Beobachtungsfertigkeiten, die Interpretation von Daten, werden sich kultureller Unterschiede Bewusst und lernen Probleme kennen, die Menschen in einer fremden Umgebung haben. Zudem entwickeln sie Verständnis für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen.

Prozess:

1. Anfangsaktivitäten

Die Lehrperson bespricht die Bedeutung nonverbaler Kommunikation und ermutigt die SchülerInnen dazu, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man "Danke" und andere Gefühle ausdrücken kann. Die SchülerInnen könnten in der Klasse, am Spielplatz oder zu Hause Beispiele dafür finden. Die SchülerInnen notieren ihre Beobachtungen und entwerfen Cartoons. Verschiedenste Klassenaktivitäten könnten auf nonverbaler Kommunikation beruhen und es könnten Spiele durchgeführt werden, bei denen Mimik eine große Rolle spielt. Die SchülerInnen nehmen bestimmten Posen ein oder machen Handbewegungen und ihre KollegInnen müssen diese erraten. Nach den ersten zwei Wochen werden die Beobachtungen der SchülerInnen an die anderen Klassen des Projekts geschickt.
TIPP:
Die SchülerInnen könnten Fotos ihrer Gesten machen und diese im TwinSpace veröffentlichen, sodass die Partnerschule raten kann, welche Empfindung ausgedrückt wurde. Sie könnten aber auch ein "Rate-Video" für die andere Schule entwerfen.

2. Vertiefung

TIPP:
Die Klasse könnte ein Fotoquiz für die Partnerschule entwerfen, das ebenfalls im TwinSpace präsentiert werden kann. Anschließend könnten die Ergebnisse verglichen werden. Es wäre auch lustig, die Klasse während des Quiz zu filmen und diesen Film der Partnerschule zu schicken.

Die Klassen beschäftigen sich mit den Sketchen oder Fotos, die sie von ihrer Partnerschule erhalten haben und besprechen jene Gesten und Bewegungen, die ihnen fremd sind.

3. Abschluss

In der abschließenden Phase des Projekts werden international akzeptierte Gesten für "Danke", "Entschuldigung" etc. gesucht, die im internationalen Sport oder auf Reisen wichtig sein könnten. Die Partner können sich natürlich auch mit weiteren Empfindungen beschäftigen.
TIPP:
Sie könnten in Ihrem TwinSpace eine Galerie mit Zeichnungen, Fotos, etc. der allgemeingültigen Gesten für "Danke", "Entschuldigung", etc. einreichten. Die SchülerInnen sollen jene Gesten heraussuchen, die ihnen für eine gewisse Empfindung am besten gefallen und über diese sogar abstimmen.

4. Ergebnisse

TIPP:
Sie können entscheiden, welche Bereiche des TwinSpace Sie den Eltern, der Schule oder gesamten eTwinning Gemeinschaft zugänglich machen möchten.

Eine Fotogalerie der Schülerergebnisse wird erstellt. Die Ergebnisse (international akzeptierte Möglichkeiten Empfindungen auszudrücken) werden online präsentiert. Als weiterführende Aktivität könnte man sich mit Hörgeschädigten beschäftigen und untersuchen, wie diese miteinander kommunizieren. Die Ergebnisse können ebenfalls mit der Partnerschule verglichen werden.

Downloads: Nützliche Links - allgemeine Hintergrundinformationen über das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs
www.ec.europa.eu/culture/portal/events/current/dialogue2008

Projektbeispiele verschiedener Mitgliedsstaaten der EU:
www.interculturaldialogue2008.eu

Informationen über nonverbale Kommunikation:
www.coping.org/dialogue/nonverbal

Informationen für FremdsprachenlehrerInnen:
www.teachingenglish.org.uk/think/methodology/nonverbal

Evaluierung: Ziele, die man sich zu Beginn gesetzt hat, bilden die Basis der Evaluierung. Darüber hinaus wird bewertet, ob das Projekt auch bis zum abgemachten Ende aktiv war. Hat den SchülerInnen das Projekt gefallen? Hat sich die Einstellung der SchülerInnen gegenüber fremdsprachigen Personen verändert? Konnten Sie im Rahmen des Projekts IKT häufig und auf kreative Weise einsetzen?

veröffentlicht : 28/02/2008
Letzte Änderung : 07/04/2008
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