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Eine Reise durch die europäische Geschichte
Wesentliches pädagogisches Ziel dieses Projekts ist es, SchülerInnen dabei zu helfen, ihre eigene nationale Geschichte kennen zu lernen und zu verstehen. Die SchülerInnen suchen historische und künstlerische Orte in ihrem Land, untersuchen diese, erstellen Reisepläne und berichten ihren Partnern darüber. Darüber hinaus verbessern sie ihre IKT-Fertigkeiten, üben Fremdsprachen und stellen Nachforschungen über ihr eigenes historisches und künstlerisches Erbe an.

Altersgruppe: 14-18 Jahre
Dauer: rund drei Monate
IKT-Werkzeuge: E-Mail, Instant Messaging, Word-Dokumente, Bildbearbeitung, Webediting, Audio & Video
Unterrichtsfächer: Geschichte, Kunstgeschichte, Wirtschaft

Prozess

1. Vorbereitungen

SchülerInnen aus beiden Partnerschulen müssen sich auf folgende Punkte einigen:

  • Kommunikationssprache
  • Gemeinsame historische Periode und künstlerischer Stil
  • Historische und künstlerische Reiseroute in jedem Land
  • Dauer der Tour (am geeignetsten ist eine Woche)
  • IKT-Werkzeuge

Die SchülerInnen entscheiden, welche IKT-Werkzeuge eingesetzt werden: E-Mail, Instant Messaging, Forum, Chat, etc. Als gemeinschaftliche Arbeitsplattform kann der TwinSpace eingesetzt werden, in dem Dokumente und Dateien gespeichert, Foren gestartet und Websites veröffentlicht werden können.

2. Informationssuche

Sobald sich die SchülerInnen auf einen historischen und künstlerischen Schwerpunkt für ihre Reiserouten geeinigt haben (z.B. Mittelalter und gotischen Stil in der Region) sollten sie die Informationssuche im Internet starten, um eine geeignete Reiseroute für jedes Land erstellen zu können.

3. Sammeln und Bewerten der Informationen

SchülerInnen sammeln Informationen über die verschiedenen Städte oder Dörfer und die unterschiedlichen Kunstwerke (religiöse und zivile Gebäude, Gemälde, Skulpturen). Darüber hinaus informieren sie sich über die historische Periode des Projekts und sammeln detaillierte Daten über die Orte, die sie in die Reiseroute aufnehmen.

Die gesammelten Informationen sollten so organisiert werden, dass die Tour so lange dauert wie die zuvor abgemachten Projekttage. Dadurch lernen die SchülerInnen wie man themenrelevante Informationen auswählt, verarbeitet und editiert.

Die SchülerInnen sollten im Internet nach Informationen in der Kommunikationssprache des Projekts suchen. Dadurch gewöhnen sie sich daran, in einer Fremdsprache zu arbeiten.

4. Organisation der Reieserouten: Praktische Details

Die SchülerInnen organisieren die praktischen Details der Tour mit Hilfe des Internets: Sie suchen geeignete Hotels, Transportmöglichkeiten, verschiedenste Aktivitäten, etc.. Die SchülerInnen lernen die wesentlichen Merkmale der Tourismusbranche kennen.

5. Informationsaustausch

Sobald die Informationen gesammelt wurden werden sie, falls nötig, mit Unterstützung der FremdsprachenlehrerInnen und/oder anderer AssistentInnen in die gemeinsame Kommunikationssprache übersetzt.

Die SchülerInnen tauschen ihre Reiserouten und die Informationen in einem gemeinsamen Arbeitsplatz (TwinSpace) in Form von Worddokumenten, PowerPoint Präsentationen, Bildern (.jpg oder .gif), etc aus.

Jede Klasse liest und sieht sich die Reiseroute des Partners an (Texte, Bilder, Audios und Videos). Die SchülerInnen diskutieren darüber und versuchen die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Touren herauszufinden. Diese Vergleiche sollten sich vor allem auf historische, künstlerische und touristische Besonderheiten konzentrieren.

Über das Forum, E-Mails oder das Schwarze Brett können sich die SchülerInnen auch Fragen bezüglich Reisedetails stellen.

6. Ergebnisse

Eine Website in der Projektsprache und in den Muttersprachen, die Informationen und Bilder zu den Reiserouten bietet. Die historischen und künstlerischen Informationen sollten gut verständlich erklärt und ein detaillierter Zeitplan mit allen Informationen bezüglich Transportmöglichkeiten, Routen, Hotels, Besichtigungen, Aktivitäten, etc. angeführt werden.

Je nach IKT-Fertigkeiten kann die Website entweder ein veröffentlichter TwinSpace (Vorlage vorhanden) oder eine komplexere Website mit einem anderen Webeditor (FrontPage, Dreamweaver…) sein.

Falls ein Schüleraustausch geplant ist, kann die Website auch Dokumente für diesen Besuch, wie Tagebucheintragungen, Bilder, Video- oder Audiodateien der Reiseroute enthalten. In diesem Fall steht eine breite Auswahl an Aktivitäten offen: eine einfache Bildersammlung bis hin zur einer Dokumentation der historischen und künstlerischen Orte der Reise.

Eine Ausstellung in der Schule präsentiert die erstellten Materialien sowie Informationen über beide Reiserouten.

7. Optionen

  • SchülerInnen können alleine oder in Gruppen arbeiten - die Aufgabenstellung wird klar vorgegeben.
  • SchülerInnen können in Bibliotheken nach zusätzlichen Informationen suchen.
  • SchülerInnen können verschiedene Illustrationen für das Projekt anfertigen.
  • Das Projekt kann sich mit verschiedenen historischen Perioden oder Kunststilen beschäftigen. Die Wahl richtet sich nach der Geschichte der teilnehmenden Länder. Es sollten Gemeinsamkeiten gefunden werden, um das Projekt durchführen zu können.
  • Ein Schüleraustausch kann organisiert werden, bei dem jede Schule für die SchülerInnen der Partnerschule eine Tour durch das Heimatland veranstaltet.

8. Ideen

  • Historische Reiserouten
    Konflikte des 20. Jahrhunderts: Madrid und der Bürgerkrieg/Prag und die Samtene Revolution/Berlin und der Fall der Mauer
  • Historische/künstlerische Reiserouten:
    Die Kunst und Geschichte von Girona (Spanien), von den Ibers zu Dalí (Ullastret, Ampurias, Pals, Figueres)
    Sehen Sie sich auch den Kit über Jugendstil in Prag und Brüssel an
    Eine Tour durch die UNESCO Orte im Heimatland


9. Weiterführende Links

Ein virtueller Arbeitsplatz für gemeinschaftliche Projekte, in dem man online mit anderen Gruppen zusammenarbeiten, Informationen austauschen, diskutieren und an Foren teilnehmen kann.
http://www.educalia.org/edujsp/projectes/projectes.jsp


Projektidee
Dr. Juan Carlos Ocaña
http://www.historiasiglo20.org

Web Editor: Nuria de Salvador
veröffentlicht : 12/12/2005
Letzte Änderung : 15/02/2007
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