eTwinning wird sozial!
Seit seinem Start 2005 wurde das eTwinning Portal mehrmals überarbeitet, um LehrerInnen und Schulen in ganz Europa noch mehr und fortschrittlichere Werkzeuge anbieten zu können. Zur Eröffnung des neuen Portals haben wir Santi Scimeca, eTwinning Projektmanager der zentralen Koordinierungsstelle, interviewt, um mehr über die neuen Funktionen herauszufinden. |
Warum haben Sie sich dazu entschlossen, das eTwinning Portal zu restrukturieren? Zu Beginn von eTwinning im Jahre 2005 wollten wir eine projektbasierte Plattform anbieten, auf der sich LehrerInnen registrieren, Partnerschulen finden, einen Projektplan erstellen und über Grenzen hinweg zusammenarbeiten können. Wir haben in den letzten Jahren das Verhalten der BenutzerInnen evaluiert und mit hunderten LehrerInnen gesprochen und herausgefunden, dass die Aktivitäten, die im Portal stattfanden, die Projektarbeit weit überschritten. Obwohl zum Beispiel nur ein Drittel der Mitglieder ein Projekt registriert, meldeten sich 85% an und stellten eine Nachricht ins Forum (jeden Monat werden mehr als 5000 Nachrichten verfasst) oder tauschten Ideen und Kommentare mit KollegInnen aus. Jeden Tag melden sich mehr als 6000 Personen an und verbringen durchschnittlich 10 Minuten an ihrem Arbeitsplatz, ohne notwendiger Weise an einem Projekt zu arbeiten. “Heutzutage spricht jeder über Web 2.0 und soziale Netzwerke. Bei eTwinning finden wir all das bereits seit einiger Zeit.” ” Die Zahlen und das Feedback von Mitgliedern und nationalen Koordinierungsstellen zeigten klar, dass das Portal mehr als die ursprünglichen Werkzeuge anbieten sollte. Deshalb begannen wir vor 18 Monaten, eTwinning in eine Gemeinschaft von Schulen zu verwandeln. Heutzutage spricht jeder über Web 2.0 und soziale Netzwerke. Bei eTwinning finden wir all das bereits seit einiger Zeit. Es musste lediglich der Prozess des Lern- und sozialen Netzwerks erleichtert werden. Darüber hinaus mussten Werkzeuge und Inhalte angeboten werden, die in eine Community-Richtung gehen. Welche Neuerungen bietet das eTwinning Portal? Das Portal besteht aus zwei Hauptelementen: (1) dem öffentlichen Portal und (2) dem Arbeitsplatz. Darüber hinaus bieten wir den TwinSpace an, der Anfang nächsten Jahres erneuert wird. Bei den Änderungen im öffentlichen Portal handelt es sich um Modernisierungen was den erleichterten Zugang zu Informationen und Inhalten (Unterrichtsfächer und Länder) betrifft. Wir haben auch die Leitfäden verbessert und einen Bereich für Newcomer eingerichtet. Bei der grundlegenden Veränderung des Interface flossen die vielen Kommentare von LehrerInnen ein. Auch der Arbeitsplatz wurde mit Hilfe des Feedbacks tausender Mitglieder restrukturiert. Die wichtigste Veränderung betrifft jedoch die Art und Weise, wie sich LehrerInnen finden und miteinander kommunizieren können. Der Arbeitsplatz ermutigt die Menschen, aufeinander zuzugehen, Kommentare zu verfassen, Ideen auszutauschen, miteinander zu kommunizieren, und eine Diskussion zu starten, die sich vielleicht in ein Projekt entwickelt. Darüber hinaus bieten wir ein Instant Messaging Werkzeug an, um Chats einfacher und angenehmer zu gestalten. “Das Portal hat sich von einem projektbasierten zu einem kooperationsbasierten Portal entwickelt, indem informelles und effektives Lernen stattfinden kann und der Informationsaustausch an erster Stelle steht.” Kurz gesagt bieten wir LehrerInnen ein sicheres, virtuelles Zuhause, in dem sie sich treffen und – informell aber effektiv - gemeinsam arbeiten können. Das Portal hat sich von einem projektbasierten zu einem kooperationsbasierten Portal entwickelt, indem informelles und effektives Lernen stattfinden kann und der Informationsaustausch an erster Stelle steht. In Kürze werden wir den Mitgliedern auch die Möglichkeit bieten, zugangsbeschränkte Gruppen einzurichten, die in das Portal integriert sind und Werkzeuge zu verwenden, die es ermöglichen, ein Thema zu bearbeiten (ähnlich wie der TwinSpace, aber in einem anderen Kontext als Projekte). Dieses Element ist eine wichtige professionelle Weiterentwicklung und hat in der letzten Version des Portals gefehlt, was uns vor allem während der Workshops zur beruflichen Weiterentwicklung, die wir in den letzten drei Jahren veranstaltet haben, als Feedback mitgeteilt wurde. Was wird sich für die eTwinnerInnen verändern? Wir haben die Hauptkonzepte beibehalten und andere verbessert. Unser Motto bei der Weiterentwicklung des Portals lautete “Innovation aber Kontinuität”. Wir wissen, dass es keine gute Idee ist, ein System zu verändern, an das sich viele Menschen gewohnt haben. Deshalb haben die Veränderung auch nur die Graphik und das Interface betroffen, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen und einige Werkzeuge zu verbesserten sozialen Netzwerken anbieten zu können. Wir haben die Berichtskarten verändert – sie heißen nun TwinBlog. Sie wurden zu einem Journal (Weblog), in dem alle TeilnehmerInnen der ganzen Welt die Neuerungen ihres Projekts mitteilen können. Wir glauben, dass es mit Hilfe des neuen Portals und verbesserter Werkzeuge zur Partnersuche nun einfacher ist, ein Projekt zu starten und zu verwalten. Es war uns wichtig, dass alle Veränderung intuitiv und leicht nachvollziehbar sind. Falls uns das in manchen Fällen nicht gelungen sein sollte, haben wir neue Leitfäden veröffentlicht. Die größte Veränderung betrifft allerdings die Einstellung der LehrerInnen, die sich im Arbeitsplatz anmelden: sie sind offen, suchen neue Kontakte, um Ideen auszutauschen und fördern die internationale Kooperation. Das neue eTwinning Portal ist dafür der ideale Ort. Wir möchten eTwinning als Lerngemeinschaft für Schulen in Europa etablieren. Welche Neuerungen sind noch zu erwarten? Im Herbst werden wir den TwinSpace erneuern und seine Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität verbessern. Das bedeutet, dass Benutzer im Moment noch die alte Version des TwinSpace verwenden. Der neue TwinSpace wird Anfang 2009 benutzbar sein. Wir werden auch noch einige Tests durchführen um herauszufinden, welche Werkzeuge und Dienste noch verbessert werden müssen. Darüber hinaus möchten wir ein noch effektiveres Moderationsmodell einsetzen. Die neuen Gruppendienste stehen voraussichtlich im Frühjahr 2009 zur Verfügung. In der Zwischenzeit sind wir natürlich sehr offen und froh für Vorschläge und Tipps unserer Mitglieder. Die Verbesserung des Portals ist ein natürlicher Prozess, der manchmal viel Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb benötigen wir auch Hilfe von allen Seiten. Was erwarten Sie nun von eTwinning? Da wir nun ein besseres und benutzerfreundlicheres Portal haben erwarte ich mir, dass es auch mehr und mehr genutzt wird und KollegInnen aus ganz Europa miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass LehrerInnen sich die Zeit nehmen, ihren KollegInnen eTwinning vorzustellen und diese für eine Teilnahme begeistern. Wir zählen im Moment 50 000 registrierte Mitglieder. Stellen Sie sich vor, wenn jeder nur einen einzigen Kollegen für eTwinning begeistern könnte!
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- Web Editor: Christina Crawley
- veröffentlicht: 26.08.2008
- Letzte Änderung: 12.08.2009
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