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Interview mit Susanne Pratscher

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Susanne Pratscher unterrichtet Deutsch und Englisch an der Vienna Business School. Sie hat viel Erfahrung mit europäischen, gemeinschaftlichen Projekten und sieht eTwinning für LehrerInnen und SchülerInnen als fantastische Chance, fremde Kulturen kennen zu lernen.


2003 wurde Susanne Pratscher zum Teacher of the Year aller Handelsakademien in Wien nominiert und gleichzeitig mit der Koordination des Europäischen Frühlings für ganz Österreich betraut. Der Europäische Frühling ist ein Projekt, bei dem die SchülerInnen über die Europäische Union (EU) lernen. Im Rahmen dieses Projekts entwarfen ihre SchülerInnen Poster über jedes einzelne EU Land. Dafür waren unterschiedliche Informationen über die Kultur, Wirtschaft und Politik aller EU Mitglieds- und Kandidatenländer nötig.

1. Weshalb sollten Schulen an eTwinning teilnehmen?

Schulen sollten teilnehmen, weil das Projekt eine fantastische Chance für LehrerInnen und SchülerInnen ist, fremde Kulturen kennen zu lernen und mit LehrerInnen und SchülerInnen anderer Länder in Kontakt zu kommen. Schulpartnerschaften machen den SchülerInnen viel Spaß. Wenn genügend Geld vorhanden ist, kann sogar ein Austauschbesuch zwischen den Partnern stattfinden. Obwohl E-Mail Kontakte toll sind, können sie auf keinen Fall persönliche Kontakte ersetzen. Wenn wir Glück haben, bleiben einzelne SchülerInnen auch privat miteinander in Kontakt.

2. Wie wird eTwinning Europas Schulen verändern?

Hoffentlich wird das Projekt die Einstellung der LehrerInnen und SchüerInnen gegenüber fremden Menschen und deren Kulturen verändern. Es macht immer einen großen Unterschied, Menschen persönlich zu treffen und kennen zu lernen. Menschen können dadurch ihre eventuell vorhandenen Vorurteile abbauen. Schulen können ihren Horizont erweitern und andere Menschen, deren Schulalltag, ihr Privatleben und deren Freizeitaktivitäten kennen lernen. Gleichzeitig erhalten die Jugendlichen Informationen über ein fremdes Land und dessen politische Situation.

3. Welche Ergebnisse werden für Schulen, LehrerInnen und SchülerInnen erwartet?

SchülerInnen können per E-Mail miteinander kommunizieren, Informationen über die Stadt und das Land ihrer Partnerschule sammeln, reisen und ihren Partnern die eigene Schule und die Heimatstadt vorstellen. Sie lernen viel über die Kultur eines fremden Landes. Wir als Handelsakademie sind natürlich besonders an Firmen des Partnerlandes interessiert, die eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des jeweiligen Landes einnehmen.

4. Was kann man konkret unternehmen?

Ergebnisse können messbar sein, wie zum Beispiel eine Statistik über eine Schule. Wir haben vor Kurzem einen Fragebogen erstellt, in dem wir SchülerInnen zu ihren Muttersprachen und Heimatländern ihrer Eltern befragten. Es war faszinierend herauszufinden, dass 481 SchülerInnen 29 Sprachen sprechen! Im Moment arbeiten wir mit einem Gymnasium in Smorgon, einer kleinen Stadt in Weißrussland, zusammen. Als Symbol unserer Freundschaft pflanzten die Schüler zu Beginn unserer Zusammenarbeit einen Baum in ihren Schulgärten.

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  • Web Editor: Tasiopoulou Evita
  • veröffentlicht: 03.09.2008
  • Letzte Änderung: 12.08.2009
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