Micheline Maurices Ansichten
Micheline Maurice, Mitarbeiterin des Internationalen Zentrums für pädagogische Studien in Frankreich (CIEP), organisiert Fortbildungsveranstaltungen für LehrerInnen rund um die Themengebiete Pädagogik des kulturellen Austausches, kulturelle Annäherungen und europäische Dimension der Bildung. Als sie von eTwinning erfuhr war ihr erster Gedanke: "Endlich wird die europäische Aktion, auf die ich schon so lange warte, Realität!". Sie erklärt uns weshalb: |
Die meisten LehrerInnen stellen sich permanent die Frage, wie sie ihre
SchülerInnen bestmöglich unterstützen können. Die folgenden Aussagen könnten
einen inneren Monolog einer Lehrperson darstellen, die sich immer wieder aufs
Neue motiviert und ihren SchülerInnen die bestmögliche Bildung zukommen lassen
möchte: - entdecke die nahe und ferne Welt der Kinder
- sei neugierig und bilde dich fort
- öffne ihre Augen für fremde Kulturen und Sprachen
- beherrsche selbst eine Fremdsprache
- verlinke das bereits vorhandene Wissen der Kinder mit den neuen
Themenbereichen
- lerne, wie man im Team arbeitet
- informiere dich und die Kinder bestmöglich
- lerne, neue Technologien zu nutzen
- fürchte dich nicht vor anderen, dem Unbekannten oder der Zukunft
- versuche zu verstehen, was die Kinder im Fernsehen oder Internet sehen
- verstehe Europa
- sei verantwortlich für das Lernen der SchülerInnen
- finde täglich Motivation, um die Schule zu verändern
- beschäftige dich mit allen aktuellen und zukünftigen Lebensbereichen der
SchülerInnen: Schule, Clubs, Nachbarschaft, Arbeitsplatz, Region, Land,
Europa,...
Zugleich stellen sich PädagogInnen jedoch die Frage, wie man all diese
Vorhaben auch tatsächlich umsetzen kann. Wie kann man erfolgreich unterrichten
und ehrgeizige Ziele erreichen, ohne: - die Pädagogik radikal zu verändern
- den Lehrplan zu vernachlässigen
- die Arbeitszeit zu verdreifachen
- sich isoliert zu fühlen?
Als Lehrerfortbildnerin schlagen ich folgende Lösungen vor: - Versuchen Sie, diese Antworten nicht alleine zu beantworten.
- Versuche Sie, die Probleme aus einer anderen Perspektive, zum Beispiel der
eines Lehrers/einer Lehrerin in einem anderen europäischen Land, zu sehen.
- Bauen Sie einen Dialog anhand konkreter Arbeitssituationen auf und starten
Sie ein Austauschprojekt mit SchülerInnen und LehrerInnen ausländischer Schulen
- Glauben Sie nicht, dass man an einem komplexen und zeitlich aufwändigen
Projekt teilnehmen muss, um effizient zu arbeiten
- Starten Sie ein Projekt, das Ihren Bedürfnissen und Erwartungen und dem
Lehrplan Ihrer Schule entspricht
- Starten Sie ein Projekt, bei dem die SchülerInnen Autonomie, Kooperation,
diplomatische und interkulturelle Fertigkeiten entwickeln können und das ihnen
hilft, sich zu verantwortungsvollen und informierten jungen Menschen zu
entwickeln.
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich immer davon geträumt, folgende Antworten zu
geben: - Suchen Sie Anerkennung für Ihr Projekt bei nationalen und europäischen
Behörden
- Entwickeln Sie Ihre eigenen Fertigkeiten durch das Arbeiten in einem
Netzwerk:
- tauschen Sie regelmäßig mit Ihren Partnern Gedanken und Ihr
Wissen über pädagogische Fähigkeiten aus - suchen Sie bei pädagogische oder
technischen Fragen, die im Rahmen des Projekts auftauchen, Unterstützung bei
europäischen und nationalen Anlaufstellen - Vergrößern und verbessern Sie Ihr
Austauschprojekt Heute kann ich dank eTwinning diese Antworten auch wirklich geben. “Gut, dass es eTwinning gibt!"
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- Web Editor: Micheline Maurice
- veröffentlicht: 03.09.2008
- Letzte Änderung: 12.08.2009
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