Interview mit Isolde Adling
| Isolde Adling ist Schulleiterin der ‚Schule an der Malchower Aue’, einer Grund- und Sekundarschule mit Schwergewicht auf Sonderpädagogik. |
Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Schule? Die ‚Schule an der Malchower Aue’ ist eine Grund- und Sekundarschule mit Schwergewicht auf - Sport,
- beruflicher und praktischer Ausbildung,
- Umweltthemen,
- Gesundheit,
- Medienkompetenz,
- Innovation
Das Schwergewicht der Sonderpädagogik liegt auf ‚Lernen’. Das bedeutet, wir kümmern uns um SchülerInnen, die besonders ausgeprägte und langfristige Lerndefizite haben und die trotz individueller Unterstützung und spezieller Kurse im Regelschulsystem scheiterten. Unsere Schule ist ein Zentrum, das SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterstützt. Das bedeutet, dass unsere LehrerInnen und SchülerInnen die SchülerInnen entweder hier an unserer Schule unterrichten oder versuchen, sie durch den Unterricht an anderen Schulen in der Regelschule zu integrieren. Als derartiges Unterstützungszentrum fördern wir auch SchülerInnen aus anderen Schulen in den Bereichen ‘emotionale und soziale Entwicklung’. Hier kümmern wir uns vor allem um SchülerInnen, die große Probleme in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung haben und die in der Regelschule nicht ausreichend gefördert werden können. Wir haben unsere Erfahrung bei der Unterstützung besonders begabter Kinder in der Grundschule im Schuljahr 2005/2006 gemacht. Wie sehen Ihre pädagogischen Ziele aus?
Als wir unsere Schule im Jahre 1996 gründeten, hatten wir die Vision von schülerzentriertem Lernen anstatt lehrerorientiertem Unterricht. Wir haben dieses Ziel zumindest ein Wenig umsetzen können. Die SchülerInnen an unserer Schule haben sich in den letzten 10 Jahren enorm verändert und stellen eine permanente Herausforderung für uns dar. Die Realität hat gezeigt, dass immer mehr SchülerInnen an unsere Schule kommen, die verschiedenste emotionale Probleme zu bewältigen haben oder in schwierigen Familienverhältnissen leben. Sie haben dadurch große Probleme beim Lernen in der Schule. Die Rolle des Lehrers hat sich immer mehr zur Rolle des Sozialarbeiters gewandelt. Wir versuchen ständig an unserer Schule positive Bedingungen zu schaffen. Unser pädagogischer Konsens ist es, differenziertes Lernen zu schaffen, um die Lernkompetenz und den Lernwillen der SchülerInnen zu verbessern. Dadurch sollen Konflikte reduziert und den SchülerInnen der Schulbesuch wieder angenehm und lustig werden. Pädagogischer Konsens bedeutet aber auch, beste Ausbildungsmöglichkeiten und bestmögliche Unterstützung jenen SchülerInnen anzubieten, die lernwillig sind. Unsere pädagogischen Ziele sind: - Vorbereitung unserer SchülerInnen auf ein individuelles und sozial zufriedenstellendes Leben
- Die Vermittlung arbeitsrelevanter Grundkompetenzen, die wesentlich sind für die Integration in das Arbeitsleben
- Die Vermeidung weiterer Diskriminierung unserer SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch Vermittlung von wesentlichen Qualifikationen aus dem Bereich Forschung, Auswahl und Einsatz von Informationen. Dadurch können die SchülerInnen eigenverantwortlich lernen.
Lesen Sie das vollständige Interview auf Englisch (PDF).
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- Web Editor: Sylvia Binger
- veröffentlicht: 03.09.2008
- Letzte Änderung: 12.08.2009
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