Was passiert auf Malta
| Sind Sie an einem eTwinning Projekt mit einer Schule auf Malta interessiert? Um zu erfahren, wie eTwinning auf Malta funktioniert, haben wir mit Emile Vassallo, dem eTwinning Koordinator auf Malta, gesprochen. |
1. Wie unterscheidet sich das maltesische von anderen europäischen Bildungssystemen? Das maltesische Bildungssystem ist dem anderer europäischer Länder sehr ähnlich. Die Schulpflicht endet mit 16 Jahren und 90% aller SchülerInnen entschließen sich für eine postsekundäre Ausbildung. Der Fremdsprachenunterricht ist etwas unterschiedlich, da die Kinder ab 5 Jahren sowohl Englisch als auch Maltesisch lernen. Prüfungen sind sehr wichtig in unserem Bildungssystem. Mit 11 Jahren wird im Rahmen einer Prüfung festgestellt, welche Art der Sekundarschule für die SchülerInnen geeignet ist und die Abschlussprüfungen werden mit 16 Jahren abgelegt. 2. Wie wird IKT auf Malta in den Unterricht integriert? IKT wird in unseren Schulen seit 1996 eingesetzt, als Computer und das Internet erst langsam die Schulen eroberten. In den Grundschulen wird IKT als Werkzeug fächerübergreifend eingesetzt und alle Klassen sind mit vier Computern ausgestattet. In Sekundarschulen gibt es Computerunterricht, doch alle LehrerInnen sind aufgefordert, IKT in ihren Unterricht zu integrieren. In Kürze wird die Computerausstattung in den staatlichen Schulen erneuert.
3. Wie hat eTwinning, das nun bereits drei Jahre läuft, die Schulen auf Malta beeinflusst? eTwinning ist inzwischen unter LehrerInnen sehr bekannt. Ich glaube dass LehrerInnen, die IKT und eine internationale Dimension in ihren Unterricht integrieren wollten, geradezu auf dieses Projekt gewartet haben. Viele LehrerInnen haben sich registriert und arbeiten bereits an sehr erfolgreichen Projekten. Auch Schulleiter und Bildungsbehörden haben den Nutzen von eTwinning erkannt. Sie unterstützen das Projekt und motivieren LehrerInnen zur Teilnahme. 4. Für welche Projekte interessieren sich maltesische Schulen am meisten? Grund- und Sekundarschulen haben eine gute Vielfalt was ihre Projekte betrifft. Da SchülerInnen jeder Schulstufe Englisch sprechen, wird diese Sprache sehr oft als Kommunikationsmedium eingesetzt (außer es gibt ein Projekt, das sich mit einer anderen Sprache beschäftigt). Es gibt viele kulturelle Projekte, doch ich habe mit Freude festgestellt, dass die kulturelle Dimension auch in Mathematik-, Physik- und Biologieprojekten verarbeitet wurde. 5. Werden auf Malta spezielle eTwinning Projekte organisiert? Im Moment bereiten wir uns auf den ersten europäischen Workshop zur professionellen Weiterbildung vor, der in der dritten Oktoberwoche stattfindet. Für die eTwinning Wochen haben wir einen eCard Wettbewerb mit Preisen für alle teilnehmenden SchülerInnen, Seminare für Schulleiter sowie eTwinning Fortbildungen geplant. 6. Haben Sie Tipps für LehrerInnen, die eine eTwinning Partnerschaft mit einer Schule auf Malta eingehen möchten? Wie bei jeder anderen Beziehung, muss man sich auf die richtigen Bedingungen einlassen. LehrerInnen sind mit ihrer Unterrichtstätigkeit sehr ausgelastet und deshalb ist es wichtig, dass Projekte in den Unterricht integriert werden können. Ich bin zudem der Meinung, dass dieser enge Lehrplanbezug viel wichtiger ist als die IKT-Werkzeuge, die eingesetzt werden - LehrerInnen eignen sich im Laufe des Projekts jene Fertigkeiten an, die sie benötigen. Viele LehrerInnen werden erst im Rahmen des Projekts mit neuen Technologien vertraut und setzen diese sehr rasch effektiv ein. Sind Sie daran interessiert, ein eTwinning Projekt mit einer Schule auf Malta zu starten?
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- Web Editor: Borgos Kari
- veröffentlicht: 23.09.2008
- Letzte Änderung: 12.08.2009
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